Schneewitter: Hamburg kämpft gegen den größten Wintereinbruch seit 15 Jahren!
Der Winter hat Hamburg im Januar 2026 ordentlich erwischt! Mit dem stärksten Schneefall seit 15 Jahren sahen sich sowohl die Stadtverwaltung als auch die Bewohner in den ersten Januartagen vor eine echte Herausforderung gestellt. „Schnee räumen ist kein Zuckerschlecken“, meinte Florian Zinnecker in der letzten Folge des Podcasts Elbvertiefung, in dem die drei Moderatoren über die Schneeräumung in der Hansestadt diskutierten.
Besonders im Fokus standen die Schwierigkeiten, die während des Schneefalls auftraten. Die Stadtreinigung Hamburg setzte alle verfügbaren Kräfte ein, um betroffene Stellen wie die Bushaltestelle am Stephansplatz von Eis und Schnee zu befreien. Dennoch blieben viele Radwege weiterhin unter einer Schicht aus Schnee begraben. Christoph Twickel erläuterte, dass der Winterdienst zwar systematisch angelegt ist, aber nicht immer reibungslos funktioniert, vor allem wenn die Stadt mit solch extremen Wetterbedingungen konfrontiert ist.
Organisation des Winterdienstes
Doch wie funktioniert der Winterdienst eigentlich in Hamburg? Die Stadt hat ein umfassendes Winterdienstnetz, das sich vor allem an Hauptverkehrsverbindungen mit hohem Radverkehrsaufkommen orientiert. Laut der Stadt sind alle Radwege gleichzeitig im Fokus, um die Benutzbarkeit während des Berufsverkehrs sicherzustellen. Unterschiedliche Streumethoden kommen zum Einsatz: So wird auf baulich abgesetzten Radwegen und gemeinsam genutzten Geh- und Radwegen vorwiegend feinkörniger Kies verwendet, während Feuchtsalz nur auf Fahrbahnen zur Anwendung kommt. Diese Regelung ist im Hamburgischen Wegegesetz verankert.
Die Stadtreinigung Hamburg hat für den Winterdienst von Mitte Oktober bis Mitte April eine Einsatzzentrale rund um die Uhr besetzt. Bei Glättegefahr werden die Einsatzkräfte auch außerhalb der regulären Zeiten mobilisiert, und zum Beispiel 728 Mitarbeiter:innen sind mit über 360 Fahrzeugen für die Sicherstellung der Straßen und Radwege verantwortlich.
Die Verantwortung der Anlieger:innen
Ein weiteres Thema, das bei der Diskussion über den Winterdienst aufkam, war die Verantwortung der Anlieger:innen. Diese sind laut Vorschrift dazu verpflichtet, ihre Gehwege nach Ende eines Schneefalls zu räumen. Allerdings haben sie nicht die Pflicht, Radwege zu reinigen, wenn sie dafür bereits für die Gehwege verantwortlich sind. „Da liegt was an“, so die Meinung vieler Passanten, die enttäuscht über vereiste Gehwege klagten.
Die Winterdienst-Hotline ist ein hilfreiches Element in dieser kritischen Zeit. Unter der Nummer 040 2576-1313 können Bürger:innen Meldungen über Glätte und Schnee begeben, um eine schnellere Reaktion der Stadt zu ermöglichen. Trotz aller Bemühungen bleibt der Winterdienst eine Herausforderung, besonders wenn das Wetter so unberechenbar ist.
Am Ende wollen alle, dass Hamburg auch im Winter mobil bleibt und sicher durch die kalte Jahreszeit kommt. Damit das gelingt, bedarf es einer guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt, den Behörden und den engagierten Hamburger:innen. Ob auf der Straße oder auf dem Rad – gemeinsam gilt es, die kalte Jahreszeit zu meistern.
