In Hamburg steht die Stiftung „SeeYou“ als Lichtblick für Familien, die einen schweren Weg durch das Leben ihrer Frühgeborenen und chronisch kranken Kinder gehen. Ute Leenen, 60, ist eine der engagierten Nachsorgeschwestern, die den Eltern nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zur Seite stehen. „Es ist oft ein harter Kampf“, sagt sie, „aber da muss man durch – für die Kleinen und die Familien.“ Ihre Arbeit ist unverzichtbar, vor allem seitdem die kleine Sophia fast 13 Wochen zu früh mit nur 990 Gramm zur Welt gekommen ist. Mittlerweile wiegt die Tochter glücklicher Eltern fast 3 kg und hat dank der Unterstützung von „SeeYou“ bereits viele Fortschritte gemacht. Mopo berichtet, dass die Stiftung jährlich über 2500 Familien begleitet und ein multiprofessionelles Team entwickelt hat, das weit über das ursprüngliche Konzept einer wöchentlichen Betreuung hinausgeht.

„SeeYou“ wurde 2004 von Kinderarzt Sönke Siefert gegründet und hat sich von wenigen Kinderkrankenschwestern zu einem Team bestehend aus Pflegekräften, einem Kinderarzt, Psychologen und einer Sozialpädagogin entwickelt. Insgesamt sind zwölf Mitarbeitende in der sozialmedizinischen Nachsorge tätig, während zusätzliche 20 Babylotsinnen bereits schwangere Frauen unterstützen. Ein wichtiges Merkmal der Arbeit ist die Hilfe für Frühchen, die vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, sowie für Kinder mit schweren Erkrankungen. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich über Spenden, während die Krankenkassen die Besuche in der Regel für bis zu 20 Stunden innerhalb von 12 Wochen übernehmen. Die Nachsorge ist ein essenzieller Bestandteil der medizinischen Versorgung, der oft den entscheidenden Unterschied macht, insbesondere für die Familien, die mit negativen Kontextfaktoren kämpfen. Hier greifen die Rahmenbedingungen, die im GKV-Spitzenverband verankert sind.

Besuch nach der Entlassung

Ute Leenen steht den Familien nicht nur in der Klinik zur Seite, sondern besucht sie in der Regel ein bis zwei Tage nach der Entlassung zu Hause. Sie hilft bei der Organisation von Arztterminen, Physio- und Frühförderung, um den kleinen Patienten den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. „Die Mütter sind oft verunsichert und haben ein schlechtes Gewissen. Sie fragen sich, ob sie etwas falsch gemacht haben“, erzählt Leenen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung – sie hat selbst drei erwachsene Kinder – weiß sie, dass es oft an der emotionalen Unterstützung fehlt. Die Aufklärungsarbeit ist ebenso wichtig, daher schult das Team auch Erzieher und Großeltern im Umgang mit kranken Kindern.

Die Aktion „Die Bessermacher“ von der MOPO in Zusammenarbeit mit Haspa fördert Projekte wie „SeeYou“ finanziell. Christina Messolle, Filialdirektorin der Haspa, hat die Patenschaft für die Stiftung übernommen. Über das Haspa-LotterieSparen werden jährlich rund 2,3 Millionen Euro für gemeinnützige Einrichtungen in Hamburg ausgeschüttet. Diese Unterstützung ist entscheidend, denn ohne die Mittel, könnte die wertvolle Arbeit nicht im gewohnten Umfang fortgeführt werden.

Die Herausforderung der sozialmedizinischen Nachsorge wird vor allem bei Kindern und Jugendlichen sichtbar, die aufgrund schwerer gesundheitlicher Beeinträchtigungen auf die Unterstützung angewiesen sind. Die gesetzlichen Vorgaben unterstreichen den Bedarf für komplexe Interventionen und Hilfe zur Selbstversorgung. Ein guter Grund, warum Initiativen wie „SeeYou“ und die Unterstützung durch die Krankenkassen so wichtig sind!

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