Im Herzen von Hamburg-Poppenbüttel wartet ein ganz besonderes Juwel auf einen neuen Besitzer – die Burg Henneberg, die als die kleinste Burg der Welt gilt. Ja, du hast richtig gelesen! Dieses charmante Bauwerk, das zwischen 1884 und 1887 unter der Aufsicht des Postdirektors Albert Henneberg erbaut wurde, steht nun zum Verkauf für 1,1 Millionen Euro. Das sind satte 800.000 Euro weniger als noch vor zwei Jahren, als sie für fast 1,9 Millionen Euro angeboten wurde. Der Verkauf erfolgt über Kleinanzeigen, und das Anwesen steht unter Denkmalschutz. Ziemlich cool, oder?

Die Burg thront auf einem großzügigen Grundstück von etwa 3.100 Quadratmetern im malerischen Hennebergpark, direkt an der Alster. Die Wohnfläche beträgt 71 Quadratmeter. Aber lass dich nicht von der Größe täuschen – sie bietet mit ihrem Rittersaal, der mit einer Wandheizung ausgestattet ist, einer Wärmepumpe, einem Marmorbad und einer Terrasse mit Außenbar alles, was das Herz begehrt. Ein echtes Märchen aus Ziegelstein! Übrigens, die Kapelle am Alsterufer ist seit 2017 mit dem Standesamt Wandsbek verbunden und hat schon über 150 Hochzeiten beherbergt. Ein perfekter Ort für Romantiker.

Ein Blick in die Geschichte

Die Burg Henneberg ist nicht nur ein hübsches Bauwerk, sondern auch ein Stück Geschichte. Albert Henneberg, der das Grundstück 1875 erwarb, ließ auf dem Gelände einer ehemaligen Lehmkuhle einen künstlichen Hügel aufschütten, auf dem die Burg errichtet wurde – eine Nachbildung der echten Burg Henneberg in Thüringen, und das im Maßstab 1:4! Das war damals total angesagt, und viele wohlhabende Familien in Hamburg waren von ähnlichen Bauwerken begeistert. Der dazugehörige Park Marienhof, der im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt wurde, ist ebenfalls einen Besuch wert. Hier gibt es exotische Gehölze und eine Fläche von 3,5 Hektar, die zum Verweilen einlädt.

Wusstest du, dass die Burg bis 1907 als Familienarchiv der Hennebergs diente? Nach dem Verkauf an die Stadt Hamburg im Jahr 1942 geriet das Bauwerk leider in Vergessenheit und verfiel über die Jahrzehnte hinweg. 1988 drohte sogar der Abriss! Aber dank einer Denkmalschutz-Initiative konnte die Burg gerettet werden. 1990 erwarb ein privater Investor die Burg mit der Auflage, sie zu restaurieren. Seit 2013 gehört die Burg Helge und Miriam Hager, die etwa 500.000 Euro in die Sanierung investierten.

Ein Hauch von Mystik

Die Burg hat nicht nur eine bewegte Geschichte, sondern auch ihren ganz eigenen Charme. Professionelle Geisterjäger berichteten von einem Burggespenst! Komischerweise haben die bisherigen Eigentümer es jedoch nie gesehen. Vielleicht ist das ja ein gutes Omen für den neuen Besitzer? Über 60.000 Besucher zählten die Burg in den letzten zehn Jahren – ein echter Publikumsmagnet, der nicht nur für Hochzeiten, sondern auch für kulturelle Veranstaltungen und Konzerte genutzt wird.

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Ein kleiner Tipp: Wer sich für die Burg interessiert, sollte schnell zuschlagen. Die Nutzungsmöglichkeiten sind zwar begrenzt, aber die Lage und die Geschichte machen sie zu einem ganz besonderen Ort. Vielleicht wird der nächste Käufer ja derjenige, der der Burg neues Leben einhaucht. Und wer weiß, vielleicht gibt es bald wieder Geschichten über Hochzeiten und geheimnisvolle Gespenster zu erzählen!