Heute ist der 11.04.2026, und die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die erstmals in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, ist bereits spürbar. Es wird erwartet, dass dieses Turnier die größte Sportveranstaltung der Geschichte wird, sowohl in Bezug auf die Zuschauerzahlen als auch auf die finanziellen Auswirkungen. Die FIFA plant, 48 Teams an den Start zu bringen, was einen Anstieg von 32 bedeutet, und insgesamt 104 Spiele in 16 Städten auszutragen. Über 5,5 Millionen Tickets sollen verkauft werden, was die bisherigen Rekorde von 3,1 Millionen in Brasilien 2014 und 3,4 Millionen in Katar 2022 übertreffen würde. Die Ticketpreise beginnen bei 60 US-Dollar, und die ersten Verkaufszahlen werden bereits nächste Woche erwartet (Quelle 2).
Die Vorbereitungen für die WM sind jedoch nicht ohne Kontroversen. Im Mai 2025 kritisierte die Bau- und Holzarbeiter Internationale die FIFA wegen des verweigerten Zugangs zum Aztekenstadion in Mexiko-Stadt für Inspekteure. Die FIFA erklärte, dass der Umbau im Auftrag des Stadioneigentümers Emilio Azcárraga Jean erfolgt, der jedoch keine Details zur Verfügung stellte. Darüber hinaus warnen Umweltschützer vor einem Rekordhoch bei den CO2-Emissionen, die durch die Erweiterung des Turniers auf 48 Teilnehmer zu erwarten sind. Frank Huisingh von „Fossil Free Football“ bezeichnet das Turnier als „Klimakatastrophe“ (Quelle 1).
Sicherheits- und Umweltbedenken
Die Sicherheitslage in Mexiko, insbesondere nach den Ausschreitungen infolge der Tötung von Nemesio Oseguera, dem Anführer des CJNG-Kartells, wirft ebenfalls Bedenken auf. Diese Vorfälle haben zu Protesten und Streikandrohungen von Prostituierten geführt, die Schwierigkeiten haben, Kunden zu erreichen. Die internationale Presse kritisierte zudem die Auslosung der Endrundengruppen, die von Heidi Klum und Kevin Hart moderiert wurde, als „politische Speichelleckerei“ (Quelle 1).
Ein weiteres zentrales Thema ist die Umweltbilanz des Turniers. Experten befürchten, dass die CO2-Emissionen durch Reisen und Sponsoring auf ein Rekordhoch steigen werden. Der Fußball als solches generiert jährlich 64 bis 66 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, und etwa 75 % dieser Emissionen entfallen auf Reisen und hochkarbonisierte Sponsoren. Die FIFA sieht sich daher kritischer Betrachtung über ihre Umweltstrategien gegenüber, die versprechen, 100 % erneuerbare Energie in den Stadien zu nutzen, Abfall zu recyceln und Wasser zu sparen (Quelle 2).
Wirtschaftliche Perspektiven
Finanziell stehen die Zeichen für die FIFA gut. Es wird erwartet, dass die Gesamteinnahmen des Turniers 11 Milliarden US-Dollar überschreiten werden, vor allem durch Übertragungsrechte, Sponsoren und Ticketverkäufe. Die bestehende Infrastruktur in Nordamerika reduziert die Baukosten und minimiert den ökologischen Fußabdruck, da 16 der benötigten Stadien bereits existieren und nur minimale Anpassungen erforderlich sind (Quelle 2).
Abschließend bleibt abzuwarten, wie die FIFA auf die Herausforderungen reagieren wird, die mit dieser historischen Veranstaltung verbunden sind. Die Weltmeisterschaft 2026 könnte nicht nur die Art und Weise, wie wir Sportveranstaltungen betrachten, verändern, sondern auch als Test für die Vereinbarkeit von Großereignissen mit globalen Klimazielen dienen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein für die Entwicklung der Ticketverkäufe, der Klärung von Klimaprogrammen und der notwendigen Infrastrukturverbesserungen (Quelle 2).