Hamburg startet Praxistest: Autonome Shuttles revolutionieren ÖPNV!
In Hamburg tut sich was im Bereich autonomes Fahren! Die Hansestadt testet aktuell innovative Konzepte im öffentlichen Nahverkehr, die das Reisen in der Stadt revolutionieren könnten. Verantwortlich dafür ist die Hamburger Hochbahn, die gleich zwei spannende Ansätze verfolgt: flexible, per App buchbare Shuttles und autonome Fahrzeuge auf festen Buslinien. Ziel ist es, den Bürger:innen ein komfortables und sicheres Reisemodell anzubieten, das sowohl für den Alltag als auch für touristische Zwecke geeignet ist. Laut Sandrokappe umfasst das Projekt ALIKE bis zu 20 elektrische Fahrzeuge von HOCHBAHN und MOIA, die im zentralen Stadtgebiet zum Einsatz kommen sollen.
Ab 2026 wird es für Testnutzer:innen möglich sein, die Shuttles über die hvv switch und MOIA-App zu buchen. Während der Testphase wird stets eine Sicherheitskraft an Bord sein, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu garantieren. Die Fahrzeuge fahren hochautomatisiert, was die Nutzer sicher und komfortabel zu ihrem Ziel bringt. Die Hochbahn arbeitet zudem mit dem Unternehmen 3plus3, um den autonomen Linienverkehr weiter voranzubringen. Geplant ist der Einsatz von drei kleineren RoboShuttles und drei RoboMidibussen auf bestehenden Linien, die ab 2026 reibungslos ins Liniennetz integriert werden sollen.
Innovative Mobilitätslösungen
Im Rahmen der Tests wird das erste Shuttle des Herstellers HOLON weltweit in Hamburg mit Fahrgästen eingesetzt. Informationen von Hochbahn enthüllen, dass das fünf Meter lange, vollelektrische Shuttle Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h erreicht. Zudem sind bereits autonom fahrende Shuttles von MOIA, die auf dem Volkswagen ID.Buzz AD basieren und Platz für bis zu vier Personen bieten, in einem Testbetrieb ohne Fahrgäste unterwegs.
Ein zentraler Aspekt für die zukünftige Nutzung dieser innovativen Technik ist der AD Hub in Barmbek, der 2025 eröffnet wird und Platz für bis zu zehn autonome Shuttles bieten wird. Der Hub wird mit Stellflächen, Ladeinfrastruktur, Netzwerktechnik und einer Werkstatt ausgestattet sein. Bei der Planung wurde auf Nachhaltigkeit geachtet, wozu unter anderem eine modulare Bauweise, Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen gehören.
Förderung des autonomen Fahrens
Aber nicht nur in Hamburg wird das Thema „autonomes Fahren“ großgeschrieben. Auch auf Bundesebene sieht das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMV) die Digitalisierung des Mobilitätssektors als A und O für eine sichere und umweltfreundliche Zukunft. Die Förderrichtlinie “Autonomes und vernetztes Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln”, die im September 2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, soll anwendungsorientierte Forschung in diesem Bereich fördern und die Verkehrssicherheit, Effizienz und Akzeptanz des autonomen Fahrens steigern. Wie auf der Webseite des BMV vermerkt wird dabei auf autonom fahrende Fahrzeuge mit Level 4 der SAE-Kategorisierung fokussiert.
Zusammengefasst zeigt Hamburg, dass sie ein gutes Händchen für die Entwicklung autonomer Mobilität haben und langfristig die Technik als wertvolle Ergänzung zu Bus und Bahn nutzt. Mit Blick auf die nächsten Jahre steht die Integration dieser neuen Fahrzeuge in den Regelbetrieb ab 2028 oder 2029 auf der Agenda. Eins ist sicher: Die Zukunft des Fahrens in der Stadt verspricht aufregend zu werden!
