Heute, am 20. Mai 2026, gibt es in Hamburg eine spannende Neuerung für alle, die sich im Straßenverkehr bewegen – die Polizei der Hansestadt führt als erste in Deutschland das Polizeiliche Präsenzlicht (PPL) ein! Dieses innovative System, das ab sofort in den Funkstreifenwagen zum Einsatz kommt, besteht aus dauerhaft leuchtenden, nicht blinkenden blauen LED-Lichtern. Das PPL ist im Blaulichtbalken der Streifenwagen integriert und soll die Sichtbarkeit der Polizei im öffentlichen Raum erheblich erhöhen. Ein wichtiges Ziel dabei ist, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken, was gerade in Zeiten zunehmender Gewaltkriminalität von enormer Bedeutung ist.

Anders als das herkömmliche Blaulicht, das hektisch blinkt und Verkehrsteilnehmende zur sofortigen Freigabe der Bahn auffordert, leuchtet das neue Präsenzlicht gleichmäßig und mit reduzierter Intensität – nur etwa 30 Prozent der üblichen Leuchtkraft. Polizeivizepräsident Mirko Streiber betont, wie wichtig dieses Lichtkonzept für eine moderne, bürgernahe Polizei ist. André Martens, der stellvertretende Leiter der Schutzpolizei, hebt die Rolle der Funkstreifenwagen hervor und sagt, dass das neue Lichtkonzept das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung deutlich verbessern wird. Und das ist mehr nötig denn je!

Ein Schritt in die richtige Richtung

Die Umrüstung aller Peterwagen der Polizei Hamburg beginnt heute, und das ist ein flächendeckendes Projekt, das in den kommenden Wochen und Monaten voranschreiten wird. Hamburg folgt damit dem Vorbild von Ländern wie Frankreich, Spanien und den USA, in denen ähnliche Systeme bereits seit einiger Zeit in Betrieb sind. Es ist ein wichtiger Schritt, um die Erkennbarkeit der Streifenwagen im Stadtgebiet zu verbessern. Schließlich ist die öffentliche Sicherheit ein Thema, das viele Menschen beschäftigt.

Eine INSA-Umfrage aus dem Frühjahr 2024 hat gezeigt, dass 90 Prozent der Befragten die öffentliche Sicherheit für wichtig halten. Aber nur 51 Prozent glauben, dass die Polizei in der Lage ist, diese Sicherheit zu gewährleisten. Das ist eine alarmierende Zahl, die zeigt, wie sehr das Vertrauen in die Polizei unter Druck steht. Vor allem in Anbetracht der steigenden Gewaltkriminalität – allein 2023 wurden über 5,9 Millionen Straftaten erfasst, was einem Anstieg von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Sicherheit im öffentlichen Raum

Die Sorgen der Bürger sind mehr als berechtigt. Tägliche Berichte über Messerangriffe, Gruppenvergewaltigungen und Drogenkriminalität tragen zur Verunsicherung bei. Islamistische Anschläge, wie jener in Solingen im August 2024, verstärken das Gefühl der Bedrohung im Alltag. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass Gewaltkriminalität um 8,6 Prozent zugenommen hat. Die Menschen fragen sich, ob sie in zehn Jahren wirklich sicherer leben werden – 47 Prozent der Befragten glauben nicht daran.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Vor diesem Hintergrund ist die Einführung des Polizeilichen Präsenzlichts ein Lichtblick – im wahrsten Sinne des Wortes. Es könnte helfen, das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei zurückzugewinnen und ein Gefühl von Sicherheit im öffentlichen Raum zu fördern. Es bleibt abzuwarten, wie effektiv das neue System tatsächlich ist und ob es den gewünschten Effekt auf das Sicherheitsgefühl der Menschen haben wird. Doch eines steht fest: Die Zeit für innovative und sichtbare Veränderungen ist jetzt!