Wenn man durch Hamburg flaniert, begegnet einem nicht nur das städtische Flair, sondern auch der Japanische Knöterich (Fallopia japonica), der sich hierzulande rasant ausbreitet. Diese invasive Pflanze, die im 19. Jahrhundert als Zierde in Gärten eingeführt wurde, stellt mittlerweile eine echte Herausforderung für Gärtner und Stadtverwaltung dar. Seit Jahren kämpft die Hansestadt gegen den stark wuchernden Knöterich, der neben heimischen Pflanzen auch Bauwerke bedroht. Laut T-Online wurden größere Bestände unter anderem im Borndieks in der Osdorfer Feldmark und im Meyers Park in Harburg gefunden.

Die Gefahren, die von dieser Pflanze ausgehen, sind nicht zu unterschätzen. Der Japanische Knöterich hat eine gewaltige Regenerationsfähigkeit und kann durch seine unterirdischen Rhizome sowie Wurzel- oder Stängelstücke neue Sprosse bilden. Stolze Höhen von drei bis vier Metern sind für ihn ebenso kein Problem. Er bildet dichte Bestände, die anderen Pflanzen kaum Licht lassen und somit deren Wachstum unterbinden.

Umwelt- und Baugefahren

Die negativen Auswirkungen sind vielfältig. Der Knöterich verdrängt nicht nur heimische Arten, sondern kann auch Bachufer destabilisieren und die strukturelle Integrität von Mauern und Gebäuden gefährden. Überraschenderweise setzt die Pflanze Polyphenole wie Resveratrol frei, die die Verfügbarkeit von Stickstoff für andere Pflanzen reduzieren, wodurch diese noch stärker ausgegrenzt werden. An Stellen, wo der Knöterich sich niederlässt, droht der Verlust der einheimischen Vegetation, und die naturnahe Landschaft wird in Mitleidenschaft gezogen.

Seine Vorliebe für feuchte Standorte wie Flussläufe und Wälder ermöglicht es ihm, sich besonders gut zu verbreiten. Inkraft von MDR wird in Deutschland von einer Kultivierung abgeraten, jedoch existiert bisher kein generelles Verbot. In anderen Ländern wie der Schweiz und Großbritannien ist die Anpflanzung des Japanischen Staudenknöterichs jedoch verboten, was die Dringlichkeit des Problems unterstreicht.

Kampfmaßnahmen und Empfehlungen

Um der invasiven Art Herr zu werden, greift die Stadt Hamburg zu verschiedenen Methoden, darunter Ausstechen, Mähen und die Behandlung mit umweltfreundlichem Heißschaum. Besonders wichtig ist hierbei Hartnäckigkeit, denn oberflächliches Abmähen ist nicht effektiv. Laut Bundesumweltministerium sind die Wurzeln stark und können bis zu zwei Meter tief dringen. Daher sollten sie ausgegraben und entsorgt werden, am besten über den Restmüll, nicht über den Kompost oder die Biotonne.

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Wer auf einen großen Bestand trifft, kommt oft um den Einsatz eines Baggers nicht herum. Es ist auch ratsam, junge Pflanzen sofort zu entfernen, um einer Ausbreitung entgegenzuwirken. In der Hauptwachstumsphase, die im Mai beginnt, kann der Knöterich bis zu 30 Zentimeter pro Tag wachsen und bis in den Oktober blühen. Für Hobbygärtner und Naturliebhaber heißt es also: Augen auf und rechtzeitig handeln, bevor der Knöterich die Oberhand gewinnt!