Oberleitungsschaden am Hamburger Hauptbahnhof führt zu Gleissperrungen und Verspätungen
Am Sonntagmorgen, dem 22. Februar 2026, kam es zu einem unerfreulichen Vorfall am Hamburger Hauptbahnhof: Eine Oberleitung riss gegen 8:30 Uhr an Gleis 12, begleitet von einem lauten Knall und einem Blitz. Die Situation war brenzlig, da ein Teil der gerissenen Leitung auf einem Metronomzug lag, der nach Bremen fahren sollte, während ein anderer Teil zwischen den Bahnsteigen lag. Die Bundespolizei reagierte schnell, räumte den Metronomzug und schaltete den Bereich stromlos. Der Vorfall führte zu einer Sperrung der Bahnsteige 12 und 13, während die Bahnsteige 11 und 14 wieder freigegeben wurden.
Die Deutsche Bahn berichtete, dass es keine Ausfälle bei ihren Zügen gab, jedoch Gleiswechsel und Verspätungen zu erwarten sind. Fahrgäste werden gebeten, ihre Verbindungen rechtzeitig vor Fahrtantritt zu prüfen. Die Eisenbahngesellschaft Metronom erklärte, dass der Hamburger Hauptbahnhof derzeit nicht angefahren werden kann, und die Züge bis Hamburg-Harburg enden. Zwischen Harburg und dem Hauptbahnhof steht die S-Bahn zur Verfügung, allerdings ist diese stark überfüllt. Die Dauer der Reparaturarbeiten ist noch unklar, und die Polizei hat keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gefunden. Interessanterweise fällt der Vorfall in ein Wochenende, an dem die Autobahn 7 wegen Bauarbeiten bis Montagfrüh gesperrt ist. Daher empfiehlt die Polizei, Hamburg zu umfahren oder auf die Bahn umzusteigen. Weitere Informationen zu diesem Vorfall sind auch auf NDR zu finden.
Schaden und Folgen
Der Oberleitungsschaden verursacht erhebliche Probleme am Hauptbahnhof. Betroffen sind die Gleise 12 und 13, während Gleis 11 bereits wieder in Betrieb genommen wurde. Der Schaden trat genau dann auf, als ein Zug auf dem Gleis stand. Glücklicherweise konnten die Fahrgäste normal aussteigen, es gab keine Verletzten. Einige Fernzüge endeten bis etwa 10:00 Uhr in Harburg aus Kapazitätsgründen, und Züge, die laut Fahrplan auf Gleis 12 und 13 verkehren, weichen auf andere Gleise im Hauptbahnhof aus. Die S-Bahnen verkehren hingegen fahrplanmäßig. Die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich bis mindestens in den Nachmittag andauern, doch die genaue Schadensursache bleibt bislang unbekannt. Weitere Details hierzu können auf n-tv nachgelesen werden.
Einordnung der Situation
Unfälle bei Arbeiten an oder in der Nähe von Fahrleitungsanlagen sind zum Glück selten, aber sie können oft schwer oder sogar tödlich sein. Die 15kV-Oberleitungen, wie sie am Hamburger Hauptbahnhof zu finden sind, sind im Bahnhofs- und Einspeisebereich besonders komplex. Arbeiten an diesen Anlagen erfolgen häufig nachts mit Hubarbeitsbühnen oder Leitern. Die Gefahren umfassen elektrische Risiken, den Bahnbetrieb und die Absturzgefahr. Fehler von Menschen sind häufig, weshalb eine sichere Arbeitsorganisation und Technik unabdingbar sind.
Vor Beginn von Arbeiten ist es notwendig, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, um die Arbeitsgrenzen festzulegen. Das Arbeitsschutzgesetz und zugehörige Verordnungen verlangen diese Bewertung, um sicherzustellen, dass alle Ausführenden entsprechend unterwiesen sind. Dabei müssen auch psychische und arbeitsorganisatorische Gefährdungsfaktoren berücksichtigt werden. Die UVB bietet Unterstützung und Werkzeuge zur Ermittlung dieser Gefährdungen an. Weitere Informationen hierzu finden sich auf UVB.
