Das Café „Croquerie Queer“ im „Magnus-Hirschfeld-Centrum“ in Winterhude hat sich nach nur drei Monaten in die Sommerluft verabschiedet. Am Ostermontag informierte die Betreiberin die Gäste über die plötzliche Schließung, die laut eigenen Angaben aus „persönlichen Gründen“ erfolgt ist. Da das Café erst im Januar 2023 eröffnet wurde und eine Auswahl an Baguettes, Kartoffelsuppe und Salaten bot, ist die schnelle Schließung ein herber Verlust für die queere Community und die Nachbarschaft.

Das „Magnus-Hirschfeld-Centrum“ fungiert als wichtige Beratungsstelle und Treffpunkt für die queere Community. Geschäftsführer Jan-Ole Daniel zeigte sich enttäuscht über die Situation, denn trotz eines laufenden Mietvertrags ist die Betreiberin nicht mehr zu erreichen. „Es gab einen stabilen Kundenstamm, der für verlässlichen Umsatz sorgte“, so Daniel, der die Hoffnung auf einen Nachfolger für das Café nicht aufgibt. Schließlich standen die Räumlichkeiten bereits im Jahr 2025 leer, bevor eine neue Betreiberin gefunden wurde.

Ein Blick auf die Hintergründe

Die Schließung des Cafés hinterlässt nicht nur leere Tassen, sondern auch Fragen über die Hintergründe und Herausforderungen, mit denen Betreiber in der Gastronomie konfrontiert sind. Gerade in einem Bereich, der für viele Menschen eine Zuflucht und einen Ort der Begegnung darstellt, ist es wichtig, dass solche Einrichtungen bestehen bleiben. Die Suche nach einem Nachfolger wird nun zur zentralen Aufgabe des „Magnus-Hirschfeld-Centrums“, um den Ort für die queere Community weiterhin lebendig zu halten.

Es bleibt zu hoffen, dass sich bald ein neuer Betreiber findet, der die gute Basis, die das Café geschaffen hat, weiterführt und vielleicht sogar neue Akzente setzt. Die queere Community und die Nachbarschaft in Winterhude können Unterstützung und einen Ort der Zusammenkunft gut gebrauchen.