Im Herzen von Winterhude blüht die queere Community auf – und das nicht zuletzt dank eines neuen Cafés, das in die Fußstapfen der ehemaligen „Croquerie Queer“ tritt. Nachdem die Betreiberin des Cafés im Rahmen plötzlicher Veränderungen am Ostermontag ihre Entscheidung verkündet hatte, dass sie das Lokal nicht mehr führt, ist sie seither „untergetaucht“ – und das, obwohl ein Mietvertrag weiterhin besteht. Mopo berichtet, dass sofortige rechtliche Schritte gegen sie eingeleitet wurden, um ausstehende Mietzahlungen einzufordern.

Doch die schlechte Nachricht hat sich in eine tolle Gelegenheit verwandelt. Ein neues Gastro-Trio, das sich aus Moritz Clauberg, Tadeh Friesen und Thomas Friesen zusammensetzt, hat das Zepter übernommen und dem Café den frischen Namen „Mottys“ gegeben. Diese drei sind mit ihrer Community bestens vertraut und bringen nicht nur frischen Wind, sondern auch ein neues Konzept ins Spiel.

Das neue Konzept von „Mottys“

„Mottys“ öffnet vorerst an zwei Tagen in der Woche – eine bewusste Entscheidung der Betreiber, die noch in ihren Hauptberufen tätig sind und daher Quereinsteiger in der Gastronomie sind. Auf der Speisekarte finden die Gäste eine verlockende Auswahl an Sandwiches, Snacks wie Pommes und Chicken-Nuggets sowie eine feine Auswahl an Getränken, darunter Softdrinks, Kaffee, Bier, Wein und Aperol Spritz. Jan-Ole Daniel, Geschäftsführer des Magnus-Hirschfeld-Centrums (MHC), zeigt sich begeistert von der Wiedereröffnung und der neuen Einrichtung des Cafés, das eine wichtige Rolle in der queeren Community spielt.

Das MHC wurde 1983 gegründet und hat sich seitdem zu einem zentrale Anlaufstelle für die queere Community in Hamburg entwickelt. Es bietet nicht nur Beratung, sondern auch Kultur und Gemeinschaft. In über 40 Jahren hat sich das MHC als lebendiger Treffpunkt etabliert, der zahlreiche Projekte sowie Initiativen ins Leben gerufen hat, um die Akzeptanz und Sichtbarkeit von LGBTQIA+ Menschen zu fördern. „Der Ort bietet Raum für Ideen, Netzwerke und die Verwirklichung von Visionen“, so die Gründer des MHC auf ihrer Webseite MHC Hamburg.

Stärkung der queeren Community

Zusätzlich zu den positiven Entwicklungen rund um „Mottys“, ist eine weitere wichtige Initiative in der Stadt aktiv: die Organisation „Queere Vernetzung“. Sie hat sich das Ziel gesetzt, die Lebensrealitäten von LGBTQIA+ Menschen zu verbessern. Hierzu werden Wissensvermittlung, Austausch, Beratung und Netzwerkarbeit angeboten. Brücken sollen gebaut werden – die Sichtbarkeit und das Bewusstsein für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt erhöht werden. Man möchte Anlaufstellen und Angebote für die queere Community in Hamburg bündeln und bereitstellen. Projekte wie Türöffner-Vorträge und Fachveranstaltungen schaffen ein vertrauensvolles Umfeld, in dem die Community zusammenwachsen kann, wie auf der Webseite Queere Vernetzung zu lesen ist.

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Die Veränderungen rund um das ehemalige Café haben somit nicht nur einen neuen kulinarischen Hotspot hervorgebracht, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, dass die queere Community in Hamburg weiterhin blüht und gedeiht. Während „Mottys“ das gastronomische Angebot bereichert, arbeite das MHC unermüdlich daran, die Lebensqualität der queeren Bevölkerung in der Stadt zu verbessern. Die Zusammenarbeit und Vernetzung innerhalb der Community scheinen daher auf einem guten Weg zu sein.