Eichhörnchenbrücke in Mahlsdorf: Pilotprojekt für mehr Sicherheit bei Straßenüberquerungen
Heute ist der 5.03.2026 und wir werfen einen Blick auf ein spannendes Pilotprojekt in Mahlsdorf, das darauf abzielt, die Sicherheit von Eichhörnchen bei der Überquerung stark befahrener Straßen zu erhöhen. In der Kohlisstraße soll eine spezielle Brücke für die kleinen Nager entstehen, um ihnen das Überqueren der Fahrbahn zu erleichtern. Diese Initiative geht auf einen Antrag der CDU in der Bezirksverordnetenversammlung zurück und wird in Zusammenarbeit mit dem Verein „Aktion Tier“ umgesetzt, der bereits Erfahrung mit ähnlichen Projekten hat.
Das geplante Seil wird zwischen zwei Straßenbäumen in etwa neun Metern Höhe gespannt, und es wird dafür ein Spezialseil verwendet, das witterungsbeständig und reißfest ist. Um eine sichere Installation zu gewährleisten, erfolgt die Befestigung nach festgelegten Sicherheitsstandards. Schutzschlaufen verhindern Druckstellen an der Baumrinde und die Sicherung wird regelmäßig kontrolliert. Die Anlage wird zudem versichert und regelmäßig überprüft, um die Sicherheit der Eichhörnchen zu garantieren. Anwohner werden durch Informationstafeln über die „Eichhörnchenbrücke“ informiert, und es wird geplant, die Ergebnisse des Pilotprojekts auszuwerten, um gegebenenfalls ähnliche Lösungen an weiteren Standorten im Bezirk zu prüfen. Weitere Details zu diesem Projekt finden Sie in einem Artikel auf alles-mahlsdorf.de.
Erste Eichhörnchenbrücke in Nürnberg
Ein vergleichbares Projekt wurde bereits im Dezember 2025 in Nürnberg umgesetzt. Dort wurde die erste Eichhörnchenbrücke in der Eichendorffstraße installiert. Diese Seilkonstruktion verbindet zwei Straßenbäume und bietet Eichhörnchen sowie anderen baumbewohnenden Kleintieren die Möglichkeit, die stark befahrene Straße sicher zu überqueren. Die Idee stammt vom Bund Naturschutz Nürnberg und wurde durch einen Stadtratsantrag der CSU-Fraktion unterstützt. Die Montage wurde von einem professionellen Seilkletterer übernommen, und die Finanzierung erfolgte durch eine Spendenaktion des Bürgervereins St. Jobst/Erlenstegen.
Ein besonderes Highlight der Nürnberger Brücke sind die an den Brückenbäumen angebrachten Futterstationen, die zudem die Nutzung der Brücke erleichtern sollen. Um die Nutzung durch die Tiere zu dokumentieren, setzen die Verantwortlichen Wildtierkameras ein, die wertvolle Daten für zukünftige Projekte liefern. Das Projekt wird als Modell für weitere Maßnahmen zur Unterstützung gefährdeter Tierarten und zur Vernetzung von Grünzügen angesehen. Weitere Informationen zu diesem Projekt können Sie auf der Website von SÖR nachlesen: nuernberg.de.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Die Initiativen in Mahlsdorf und Nürnberg zeigen, wie wichtig es ist, die Lebensräume von Wildtieren zu schützen und ihre Sicherheit zu erhöhen. Diese Projekte verdeutlichen die Zusammenarbeit von städtischer Planung, bürgerschaftlichem Engagement sowie politischer Unterstützung im Bereich des Naturschutzes. In Zeiten, in denen der Lebensraum von Wildtieren zunehmend durch Urbanisierung bedroht ist, sind solche Maßnahmen von großer Bedeutung. Sie tragen nicht nur zur Sicherheit der Tiere bei, sondern fördern auch das Bewusstsein und die Verantwortung der Bürger gegenüber ihrer Umwelt.
