In Hamburg hat am Montag die spannende Zeit der Abiturprüfungen begonnen. Unter dem Hinweiszettel „Bitte Ruhe – Abitur!“ wird in den Klassenzimmern eine geladene Atmosphäre geschaffen, die sowohl den Abiturienten als auch den Lehrkräften ein Gefühl von Anspannung vermittelt. Die Oberstufenleitungen sind besonders gefordert, denn sie müssen die Prüfungsausschüsse festlegen und die Sitzordnungen ausarbeiten. Tatsächlich ist dieser Prüfungszeitraum für viele eine nervenaufreibende Herausforderung.

Karin Hansen, die Leiterin der Oberstufe am Heinrich-Heine-Gymnasium, beschreibt den Moment des Öffnens der versiegelten Umschläge als einen der spannendsten der Prüfungen. Täglich stehen die Lehrkräfte bereit, die Umschläge zu öffnen, die die Abiturklausuren enthalten. Diese Klausuren sind zentral vorgegeben, um faire Bedingungen für alle Prüflinge zu gewährleisten.

Klausuren und Fächer

Die schriftlichen Abiturprüfungen laufen bis zum 8. Mai und jeder Schüler muss in drei Fächern antreten. Dabei arbeiten die Abiturienten je nach Fach und Niveau zwischen vier und fünfeinhalb Stunden an ihren Aufgaben. Besonders populär sind die Prüfungsfächer Englisch mit 7.363 Klausurensätzen, gefolgt von Deutsch mit 5.679 und Politik/Gesellschaft/Wirtschaft mit 2.869. Für die zentralen Prüfungen in den Kernfächern – Deutsch, Englisch, Mathematik und Französisch – gilt ein gemeinsamer Aufgabenpool für alle Bundesländer.

Allerdings gibt es auch Fächer, die weniger oft gewählt werden. Während nur 10 Abiturienten Chinesisch, lediglich 9 Polnisch und 8 Portugiesisch wählten, zählte Italienisch nur 7 Prüflinge. Einige Fächer, wie Bildende Kunst, Musik oder Theater, werden nicht zentral geprüft, was die Entscheidung für die Prüflinge etwas erleichtert.

Vorbereitung auf mündliche Prüfungen

Nach den schriftlichen Klausuren stehen zwischen dem 17. und 30. Juni die mündlichen Prüfungen an. Diese können entweder als Präsentationsprüfung oder klassische mündliche Prüfung erfolgen. Ohnehin scheint der Druck auf die Schüler hoch zu sein, was die Vorbereitungen noch herausfordernder macht.

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Insgesamt werden die Abiturprüfungen an 164 Gymnasien, Stadtteilschulen, beruflichen Gymnasien, Berufsoberschulen und Abendgymnasien in Hamburg durchgeführt. Mit viel Engagement und einem guten Händchen hoffen alle Beteiligten, dass die Abiturienten das Beste aus dieser entscheidenden Phase herausholen.