Hamburger Schulen feiern erfolgreiche Streitschlichtungstage 2026!
In Hamburgs Schulen ist es nicht ungewöhnlich, dass etwa 222.000 Schülerinnen und Schüler hin und wieder in Konflikte geraten. Doch statt auf Streitereien zu setzen, haben viele von ihnen eine fähige Alternative gefunden: die Streitschlichter, die als ausgebildete Mediatoren unter ihrer Altersgenossen auftreten. Diese speziellen Streitschlichter unterstützen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler dabei, Probleme auf kreative und friedliche Weise zu lösen. Wie hamburg.de berichtet, finden die Hamburger Streitschlichtungstage bereits seit 23 Jahren einmal jährlich statt, um dieses wichtige Konzept zu feiern.
In diesem Jahr wurde die Veranstaltung aufgrund eines Wasserschadens im Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI) dezentral an den beteiligten Schulen abgehalten. Über 150 Grundschulen, Stadtteilschulen, Gymnasien und Regionale Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) setzen dabei auf das erfolgreiche Konzept der Streitschlichtung. Während der zweiwöchigen Aktionszeit konnten die Teilnehmer an Workshops und interaktiven Formaten teilnehmen, die sich mit Themen wie Kommunikation, Konfliktlösung und Zivilcourage befassten.
Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten
Die Ausbildung zur Streitschlichterin oder zum Streitschlichter ist zertifiziert und trainiert die Teilnehmenden in der Diagnose-, Vermittlungs- und Handlungskompetenz. Das Ziel ist ein konstruktiver und lösungsorientierter Umgang mit Konflikten im pädagogischen Alltag. Dies deckt sich mit den Ansätzen der Schulmediation, die helfen, Konflikte und Gewalt besser zu verstehen und zugleich die Allparteilichkeit sowie die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Konfliktbewältigung zu fördern, wie kultus.hessen.de erklärt.
Insgesamt haben in diesem Jahr 64 Schulen mit rund 1.400 Schülerinnen und Schülern an den Streitschlichtungstagen teilgenommen. Damit hat das Projekt, das von der Beratungsstelle Gewaltprävention in Zusammenarbeit mit dem Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm) und der Unfallkasse Nord organisiert wurde, weiter an Bedeutung gewonnen. Alle Teilnehmenden erhielten eine Urkunde sowie einen schriftlichen Gruß der Senatorin, was sicherlich für die Schülerinnen und Schüler eine schöne Anerkennung darstellt.
Ein starkes Netzwerk
Aktuell gibt es in Hamburg rund 2.000 aktive Streitschlichterinnen und Streitschlichter, die an mehr als 150 Schulen aktiv sind. Die begleitenden Workshops helfen nicht nur bei der Vermittlung von Konfliktlösungsstrategien, sondern bieten auch die Gelegenheit, sich untereinander zu vernetzen und auszutauschen. Solche Veranstaltungen stärken nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern tragen auch zur Gewaltprävention und демократииbildung bei.
Das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Schulmediation wächst, und viele Schulen erkennen den positiven Einfluss von ausgebildeten Mediatoren auf das Lehr- und Lernklima. Trotz der Herausforderungen, die ein Wasserschaden mit sich brachte, bleibt der Einsatz für ein besseres Miteinander in Hamburgs Schulen ungebrochen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Initiative der Streitschlichter in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.
