In Hamburg gibt es eine neue kulinarische Attraktion, die nicht nur Liebhaber der asiatischen Küche begeistert. Das pop-up Café 170grad im Stadtteil Eppendorf bringt die beliebten japanischen Cream-Sandwiches, auch Sandos genannt, auf die Hamburger Teller. Diese Sandwiches gehören in Japan zu den beliebten Snacks für zwischendurch oder zum Frühstück und bestehen aus fluffigem japanischem Milchbrot, das mit süßen oder herzhaften Füllungen bespickt ist. Ein Happen Japan mitten in Hamburg!

Die Inhaberin des Cafés, Jasmin Gomes da Silva Giampietro, hatte die Idee für das Pop-up während eines ruhigen Moments. Die Resonanz in den ersten zwei Tagen war durchweg positiv, und das trotz der täglichen Limitierung auf 170 Sandwiches. Wer also zuschlagen möchte, sollte schnell sein, bevor die Leckereien ausverkauft sind!

Vielfalt der Sandos

Aktuell können die Gäste zwischen zwei süßen und zwei herzhaften Variationen wählen. Die süßen Sandos sind gefüllt mit einer geheimen Creme und einem liebevollen Topping, wie etwa Oreo-Stücken oder frischen Erdbeeren, und kosten 4,50 Euro. Eine weitere 50 Cent Gebühr schmeißt noch ein zusätzliches Topping oben drauf. Auf der herzhaften Seite glänzen die Sandos mit einer japanisch inspirierten Eiersalat-Variante mit crispy Bacon und gegrillten Rinderfilet-Spitzen, die mit einer edlen Trüffelmayo versehen sind.

Die Basis für die Sandos bildet ein durch und durch handwerklich gebackenes Brioche, das bei genau 170 Grad aus dem Ofen kommt. Das hat nicht nur mich neugierig gemacht, sondern weckt auch Erinnerungen an die Wurzeln dieser beliebten Snacks, die tief in der japanischen Esskultur verwurzelt sind.

Ein Teil der Kultur

Ohne Frage, japanisches Streetfood ist viel mehr als nur ein schneller Snack. Es erzählt die Geschichte einer Gesellschaft und ihrer kulinarischen Entwicklung. Die Wurzeln reichen bis in die Edo-Zeit (1603-1868) zurück, als mobile Garküchen, die sogenannten yatai, für Arbeiter und Händler schnell zubereitete Mahlzeiten anboten. Hoch im Kurs standen dabei nahrhafte Snacks, die rasch zubereitet und einfach zu konsumieren waren. Dies war ein direktes Resultat der Urbanisierung und des Bevölkerungswachstums in Städten wie Edo, dem heutigen Tokio.

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Die Vielfalt des japanischen Streetfoods ist beeindruckend. Ob Takoyaki, Okonomiyaki oder Yaki Onigiri – jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten, die auf Matsuri-Festen fröhlich angeboten werden. Diese Feste sind wahre Hochzeiten für Streetfood und lassen die Herzen jedes Kulinarik-Liebhabers höher schlagen. Außerdem bringen moderne Establishments wie Konbini eine neue Dimension in das Streetfood-Genre, indem sie eine breite Palette an Snacks anbieten.

Die Sandos im Café 170grad sind ein schmackhaftes Beispiel dafür, wie Tradition und Innovation in der japanischen Küche miteinander verbunden sind. Hier wird nicht nur der Hunger gestillt, sondern auch ein Stück japanische Kultur anschaulich vermittelt. Wer also in Hamburg unterwegs ist, sollte diesem kleinen aber feinen Pop-up auf jeden Fall einen Besuch abstatten. So viel ist sicher: Es liegt ein großer Genuss in jedem Bissen!