Das beliebte Holthusenbad in Hamburg-Eppendorf hat seit dem 4. Mai 2026 seine Türen geschlossen. Die Schließung, die bis voraussichtlich Ende Januar 2027 andauern wird, war ursprünglich nur für eine kurze Revisionsphase im Sommer eingeplant. Doch das Auftauchen von Schadstoffen in den Kuppeldecken des denkmalgeschützten Gebäudes macht umfangreichere Sanierungsarbeiten notwendig, wie T-Online berichtet.
Die geplanten Sanierungsmaßnahmen sind ganz schön umfangreich. Zu den Arbeiten gehören die Erweiterung der Alarmierungsanlage, der Einbau neuer Fenster sowie Malerarbeiten an den historischen Umkleidekabinen. Auch die WC-Anlagen im Saunabereich sollen erneuert werden, und ein barrierefreier Umkleide- und Sanitärraum steht auf dem Plan. Die Sanierung von Teilen der Kuppeldecken und eine neue Dämmung des Gewölbes sind ebenfalls vorgesehen.
Besondere Herausforderungen bei der Sanierung
Die Maßnahme ist kein leichtes Unterfangen. BBIK hebt hervor, dass die Sanierung und Restaurierung historischer Gebäude mehr erfordert als nur äußerliche Veränderungen. Es müssen nicht nur bautechnische Überlegungen angestellt, sondern auch versteckte Schadstoffe identifiziert werden. Schimmelpilze, Asbest und Schwermetalle sind einige der potenziellen Gefahren, die bei der Sanierung berücksichtigt werden müssen. Besonders biogene Schadstoffe wie Actinomyceten und Grünalgen können Schäden an der Bausubstanz hervorrufen.
Die Lärmintensität der Arbeiten ist nicht zu unterschätzen, und große Flächen müssen für die Baustelleneinrichtung sowie Reinigung und Entsorgung bereitgestellt werden. Der gesamte Betrieb des Holthusenbades muss während der Sanierung eingestellt werden, insbesondere da sowohl Umkleiden als auch Sanitäranlagen im Hauptgebäude untergebracht sind.
Alternativen für Schwimmsportler
Doch was bedeutet das für die Schwimmer und Schwimmlernkurse, die regelmäßig im Holthusenbad stattfanden? Diese wurden auf andere Standorte verteilt, darunter das Kaifubad, die Bartholomäustherme, das Naturbad Stadtparksee sowie verschiedene Bäder in Bramfeld und Ohlsdorf. So bleibt den Schwimmern immerhin eine Möglichkeit, ihrem Hobby nachzugehen, auch wenn die Umstände nicht optimal sind.
In einem Kulturstadtteil wie Eppendorf ist die Schließung des Holthusenbades ein echter Verlust, doch die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen werden hoffentlich dazu beitragen, dieses historische Gebäude langfristig zu erhalten und eine sichere Nutzung zu gewährleisten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Sanierung entwickeln wird, schließlich leben wir in einer Zeit, in der der Erhalt kultureller Erbstücke von entscheidender Bedeutung ist.