Heute ist der 29.05.2026 und wir müssen über einen ganz besonderen Menschen sprechen. Felix Friedrich, ein beeindruckender Triathlet, hat sich einen Platz unter den besten Transplant-Athleten der Welt erkämpft. Schon als kleiner Wurm, nur zehn Monate alt, erhielt er eine transplantierte Leber, nachdem eine Gallengangsatresie sein Leben bedrohte. Diese Lebertransplantation fand 1999 in der renommierten Hamburger Universitätsklinik Eppendorf statt. Und das ist noch nicht alles: Das Organ war anfangs zu groß, doch mit der Zeit hat sich alles wunderbar eingespielt. Heute ist Felix ein strahlendes Vorbild, das zeigt, was man erreichen kann, wenn man nie aufgibt.
Sein sportlicher Werdegang ist einfach beeindruckend. Felix hat nicht nur Gold-, Silber- und Bronzemedaillen bei deutschen, europäischen und Weltmeisterschaften gesammelt, sondern auch eine ganz besondere Verbindung zu seinen Mitstreitern. Die Wettkämpfe der Transplantierten betonen das Dabeisein und die Gemeinschaft, was eine ganz eigene, herzliche Atmosphäre schafft. Es geht nicht nur um die Medaillen, sondern auch um das Miteinander, um die Geschichten, die jeder Athlet mitbringt. Und er hat das alles im Schlepptau, als er 2024 mit dem Transplant-Sport begann und schnell Erfolge feierte – unter anderem Gold bei den Deutschen Meisterschaften über 5000 Meter und zwei Goldmedaillen bei den Europameisterschaften in Lissabon 2025.
Triathlon-Weltmeisterschaft in Dresden
Sein größter Triumph? Das war sicherlich die Weltmeisterschaft im Triathlon in Dresden, wo er als Erster über die Ziellinie lief. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie der Adrenalinspiegel in die Höhe schoss und das Publikum jubelte. Felix trainiert derzeit gezielt für die European Transplant Games im Juni, wo er seine Titel verteidigen will. Eine sportliche Herausforderung, die es in sich hat, aber ich bin mir sicher, dass er mit dem gleichen Elan und der Leidenschaft ans Werk geht.
Besonders hübsch ist die Unterstützung, die er vom Kolping-Männerstammtisch erhält. Sie haben ihn mit einer Spende für die Wettkampfkosten unterstützt, und das zeigt, wie wichtig Gemeinschaft ist – vor allem in schwierigen Zeiten. Felix hofft, dass seine Geschichte mehr Menschen dazu inspiriert, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen. Denn auch wenn er ein Champion ist, ist er sich der Realität bewusst: Ende 2025 warteten in Deutschland 8.199 Menschen auf ein Spenderorgan. Das macht nachdenklich.
Die Zahlen sprechen für sich
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3.256 Organe transplantiert, und 3.150 Patientinnen und Patienten erhielten durch ein oder mehrere Organe eine bessere Lebensqualität. Das sind beeindruckende Zahlen, aber gleichzeitig zeigt es auch, dass wir mehr Menschen brauchen, die bereit sind, Organe zu spenden. Die Niere bleibt das am häufigsten transplantierte Organ – 2.075 Transplantationen wurden allein im Jahr 2024 durchgeführt. Eine Niere kann sogar zu Lebzeiten gespendet werden; man kann mit nur einer voll funktionsfähigen Niere gut leben. Trotzdem bleibt die Zahl der Organspender seit Jahren relativ konstant. Im Jahr 2025 spendeten 985 Menschen Organe, was einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt und die höchste Zahl seit 2012 ist.
Felix Friedrich ist also nicht nur ein herausragender Sportler, sondern auch ein Botschafter für das Thema Organspende. Seine Geschichte ist ein lebendiges Beispiel dafür, was mit einer zweiten Chance im Leben alles möglich ist. Es bleibt zu hoffen, dass mehr Menschen durch seine Erfolge und seine Botschaft ermutigt werden, sich für Organspenden einzusetzen. Denn jeder kann einen Unterschied machen.