Eine alarmierende neue Studie der DAK-Krankenkasse und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat ergeben, dass in Deutschland Hunderttausende Kinder und Jugendliche süchtig nach sozialen Medien sind. Rund 1200 Befragte im Alter von 12 bis 17 Jahren standen im Fokus dieser Untersuchung, die eindrücklich zeigt, wie gravierend die Situation ist. Laut fr.de leiden insbesondere etwa 270.000 junge Menschen an einer pathologischen Nutzung von Social Media, was tiefgreifende negative Auswirkungen auf ihre mentale Gesundheit hat.

Ein Viertel der Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren geht bereits problematisch mit sozialen Medien um; 4,7% sind als abhängig eingestuft. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg problematischer Social-Media-Nutzung von 11,4% im Jahr 2019 auf unglaubliche 25% in der aktuellen Studie – ein Anstieg von 126%! Dies verdeutlicht das Ausmaß der Herausforderung, mit der Eltern und Gesellschaft konfrontiert sind. Jungen sind mit 6% fast doppelt so häufig betroffen wie Mädchen (3,2%) dak.de.

Gesundheitliche Folgen

Die gesundheitlichen Folgen dieser Sucht sind alarmierend: Betroffene Jugendliche leiden häufig unter Depressionen, Schlafstörungen und haben schlechtere Schulnoten. Auch das Phänomen „Phubbing“, das sich durch das Ignorieren anderer in Gesellschaft auszeichnet, ist weit verbreitet. Rund 35,2% der Kinder und Jugendlichen fühlen sich durch die Smartphone-Nutzung anderer ignoriert. Unter den Eltern sind es 29,2%, die sich ebenso ignoriert fühlen und zahlreiche Konflikte erleben dak.de.

Burkhard Blienert, der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, sieht hier dringenden Handlungsbedarf und fordert eine ernsthafte Diskussion über mögliche Konsequenzen. Er plädiert dafür, einen gestaffelten Zugang zu sozialen Medien einzuführen, bei dem bestimmte Funktionen erst ab einem Alter von 16 oder 18 Jahren freigeschaltet werden. Dies könnte helfen, die jungen Menschen besser zu schützen und gesündere Mediennutzungsmuster zu etablieren fr.de.

Der Weg in eine bessere Richtung

Die DAK-Gesundheit plant die Einführung eines neuen Schulfachs „Gesundheit“, um die Gesundheitskompetenz von Schülern zu stärken. Dr. Michael Hubmann hebt hervor, wie wichtig Medien- und Gesundheitskompetenz in Schulen ist. Des Weiteren wird ab dem 1. April ein bundesweites Mediensuchtscreening im Rahmen der J1- und J2-Vorsorgeuntersuchungen angeboten, um frühzeitig auf problematische Nutzungsweisen zu reagieren. Die DAK-Gesundheit, als drittgrößte Krankenkasse Deutschlands mit 5,5 Millionen Versicherten, hat sich damit auf die Fahne geschrieben, aktiv gegen die Mediensucht anzukämpfen dak.de.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In Zeiten, in denen das Smartphone beinahe fest im Alltag verankert ist, wird deutlich: Hier liegt ein großes Problem für unsere jüngste Generation. Es gilt nun, durch gezielte Maßnahmen und Aufklärung den Weg zu einer gesunden Mediennutzung zu ebnen.