In Hamburg steht eine spannende Zeit bevor. Mit dem Ziel, die Olympischen Spiele wieder ins Land zu holen, geht die Stadt in die Offensive. Am 31. Mai 2026 stimmen die Hamburgerinnen und Hamburger in einem Referendum über die offizielle Bewerbung für die Olympischen Spiele ab. Der Senat von Hamburg hat den Termin für diese entscheidende Abstimmung nun bekannt gegeben. Mit einem klaren Fokus auf Bürgerbeteiligung und Transparenz will die Stadt die Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung legen. NDR berichtet, dass das Konzept bis zur Abstimmung unter Einbeziehung der Bürger weiterentwickelt werden soll.

Ein Verfechter dieser Initiative ist Björn Lengwenus, der Direktor der Grund- und Stadtteilschule am Alten Teichweg. Er hat nicht nur die Goldene Kamera und den Grimme-Preis für seine kreative Onlineshow „Dusberg Late Night“ während der Pandemie erhalten, sondern setzt sich auch aktiv für die Hamburger Olympiabewerbung ein. Die Schule von Lengwenus, die bereits mehrfach für ihre integrative Arbeit ausgezeichnet wurde, unterrichtet rund 1800 Schülerinnen und Schüler aus 86 Nationen und hat damit eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. „Die Olympischen Spiele können eine positive Atmosphäre schaffen und unterstützen, die Stadtteile einzubeziehen“, so Lengwenus. Das Abendblatt berichtet, dass Lengwenus sogar vorschlägt, fünf olympische Stadtteile zu benennen, die eine besondere Ausstattung erhalten sollen.

Bürgerbeteiligung und Mitmachaktionen

Im Rahmen der Bewerbung rief die Stadt bereits im November eine ganze Reihe an Teilnehmeraktionen ins Leben. In Workshops und Mitmachaktionen, angeleitet durch Sportgrößen wie Clemens Wickler und Edina Müller, hatten Interessierte die Gelegenheit, ihre Ideen und Wünsche einzubringen. Diese Informationen fließen in die Ausgestaltungen des Bewerbungskonzepts ein, um sicherzustellen, dass es einen langfristigen Mehrwert für die Bevölkerung hat. Die Plattform „Active City“ ermöglicht zudem eine Online-Umfrage, die ein weiterer Schritt in der Bürgerbeteiligung ist. Sportsenator Andy Grote betont hierbei die Wichtigkeit der gemeinsamen Gestaltung des Projektes für die Stadt. Hamburg.de berichtet von sieben Beteiligungsabenden, die in verschiedenen Stadtbezirken stattfanden.

Die entscheidende Frage, die die Hamburger knacken müssen, ist nicht nur, ob sie wollen, dass ihre Stadt als Austragungsort für die Olympischen Spiele in Frage kommt, sondern auch, wie die Spiele Hamburg und die betroffenen Stadtteile langfristig verändern könnten. „Wir brauchen eine positive Sicht auf große Veranstaltungen“, fordert Lengwenus. Er sieht großes Potenzial, gerade sozial schwache Stadtteile durch die Olympischen Spiele zu stärken und eine inklusive Kampagne zu entwickeln, die jüngere Menschen mehr abholt. Auch Maßnahmen zur Förderung des Klimaschutzes sind ihm wichtig.

Der Weg zur Entscheidung

Die Abstimmung über die Olympiabewerbung findet in 200 barrierefreien Wahllokalen statt, und die Briefwahl wird ab Ende April 2026 möglich sein. Damit zieht Hamburg mit anderen deutschen Wettbewerbern wie München und Rhein-Ruhr gleich, die ähnliche Verfahren planen. Doch Hamburg hebt sich durch die Transparenz und die umfangreiche Bürgerbeteiligung hervor, was der Bewerbung zusätzliches Gewicht verleihen könnte. Auch der Deutsche Olympische Sportbund hat bereits grünes Licht für Hamburg gegeben, was die Chancen auf eine ernsthafte Bewerbung weiter steigert. Der NDR informiert, dass Deutschland plant, nach 1972 wieder Gastgeber für die Sommerspiele zu sein, mit einem möglichen Zeitraum zwischen 2036 und 2044.

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Ob Hamburg als eine von vier deutschen Städten, die sich um die Spiele bewerben, an den Start geht, entscheiden die Bürgerinnen und Bürger. Ein gutes Gefühl für die Olympischen Spiele könnte eine fruchtbare und beeindruckende Atmosphäre schaffen. Und wer weiß? Vielleicht wird der alte HSV-Fan Björn Lengwenus dann nicht nur in der Schulhalle, sondern auch bald im Olympischen Dorf präsentieren, wie man den gemeinsamen Geist der Stadt lebt.