Heute ist der 25.02.2026, und die Polizei hat in Hamburg ein bedeutendes Zeichen gegen Hass im Internet gesetzt. Im Rahmen bundesweiter Durchsuchungen wurden in der Hansestadt neun Wohnungen durchsucht. Diese Maßnahmen sind Teil einer größeren Initiative, die sich gegen strafbare Hasspostings richtet. Insgesamt wurden Handys und andere Beweismittel sichergestellt, die in rund 140 Ermittlungsverfahren erfasst sind. Bei den Durchsuchungen in Hamburg konzentrierten sich die Beamten auf Stadtteile wie Harburg, Dulsberg, Eppendorf, Hamm, Lohbrügge, Lurup und Osdorf.

Ein Blick auf die spezifischen Fälle zeigt, dass fünf der Ermittlungen direkt mit der Social-Media-Plattform X in Verbindung stehen. Hierbei beschimpfte ein 67-Jähriger Personen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft und rief zu rechtswidrigen Taten gegen Menschen mit Migrationshintergrund auf. Zudem befürwortete eine 54-jährige Frau geplante Umsturztaten, und ein 41-Jähriger stellte einen Israel-diffamierenden Post mit Hakenkreuzen ein. Weitere Vergehen sind unter anderem die Beleidigung von Türken und Arabern durch einen 28-Jährigen sowie ein Vergleich des Vorgehens der israelischen Armee im Gazastreifen mit Verbrechen im Dritten Reich durch einen 50-Jährigen.

Bundesweite Maßnahmen gegen Hasspostings

Die Durchsuchungen in Hamburg sind nicht isoliert, sondern Teil einer umfassenden Strategie der deutschen Strafverfolgungsbehörden. Laut einer Pressemitteilung des Bundeskriminalamts (BKA) vom 25. Juni 2025 wurden bundesweit über 180 polizeiliche Maßnahmen in mehr als 140 Ermittlungsverfahren gegen strafbare Hasspostings durchgeführt. Dabei wurden über 65 Durchsuchungsbeschlüsse umgesetzt und zahlreiche Beschuldigte vernommen. Diese Maßnahmen decken alle Phänomenbereiche der politisch motivierten Kriminalität (PMK) ab, wobei circa zwei Drittel der Hasspostings dem Bereich PMK -rechts- zuzuordnen sind.

Die häufigsten Straftaten, die in diesem Zusammenhang verfolgt werden, sind Volksverhetzung, das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie die Billigung von Straftaten. Besonders alarmierend ist der Anstieg der polizeilich registrierten Fallzahlen von Hasspostings: Während im Jahr 2021 noch 2.411 Fälle verzeichnet wurden, stieg diese Zahl bis 2024 auf über 10.732 Fälle, was mehr als einer Vervierfachung entspricht. Verantwortlich für diesen Anstieg ist unter anderem die zunehmende Aufhellung des Dunkelfelds durch die Zentrale Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet des BKA.

Hasspostings im Internet – ein wachsendes Problem

Die Bekämpfung von Hasspostings ist nicht nur eine Aufgabe der Polizei. Es gibt verschiedene Hinweise, die die Öffentlichkeit dazu ermutigen, aktiv zu werden. So sollten Hasspostings bei sozialen Netzwerken gemeldet und gegebenenfalls bei der örtlichen Polizei angezeigt werden. Initiativen wie „Hessen gegen Hetze“ und „REspect!“ bieten darüber hinaus Unterstützung bei der Meldung von strafbaren Inhalten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig es ist, gegen die Verbreitung von Hass und Hetze im Internet vorzugehen. Die jüngsten Durchsuchungen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um die Gesellschaft vor dieser Bedrohung zu schützen. Für weitere Informationen zu den bundesweiten Razzien gegen Hass und Hetze im Internet können Interessierte die ausführliche Berichterstattung auf Spiegel Online nachlesen.