Ab morgen müssen die Anwohner im Osten Hamburgs den Fluglärm ein weiteres Mal ertragen. Die Start- und Landebahn 05/23 am Hamburg Airport wird vom 17. Juni bis 1. Juli 2026 gesperrt. In dieser Zeit wird es in den Stadtteilen Alsterdorf, Hamm, Eilbek und Horn lauter als gewohnt. „Leider können wir nicht verhindern, dass es während der Sperrung ruhiger weniger wird,“ sagt Martin Borstelmann, Projektleiter Tiefbau am Hamburg Airport.

Die routinemäßige Sperrung wurde bewusst außerhalb der verkehrsstarken Ferienzeiten eingeplant, um die Unannehmlichkeiten für die Anwohner in Grenzen zu halten. Doch diese Sicherheitsmaßnahmen sind unumgänglich, um den Flugbetrieb weiterhin gewährleisten zu können. Die Arbeiten, die während der Sperrung stattfinden, bestehen unter anderem aus der Beseitigung von Gummiabrieb und dem Austausch der Startbahnbefeuerung.

Militärisches Aufgebot sorgt für zusätzlichen Lärm

Besonders erwähnenswert ist, dass kürzlich Militärjets der Bundeswehr während einer Tornado-Übung über die Stadt flogen und ebenfalls für erhöhten Fluglärm sorgten. Wie das Abendblatt berichtet, musste während der Sperrung der Bahn 05/23 der Flugbetrieb teilweise sogar komplett eingestellt werden. Alle Starts und Landungen erfolgen während dieser Zeit über Norderstedt und Alsterdorf, was die Lärmbelastung in diesen Gebieten weiter erhöhen könnte.

Die Staatsbauträger und der Flughafenbetreiber sind bemüht, die Arbeiten zügig und effizient durchzuführen, um die Belastungen so schnell wie möglich zu minimieren. „Wir haben ein gutes Händchen bei der Planung, damit Wetterbedingungen optimal sind und die Arbeiten schnell vorankommen“, fügt Borstelmann hinzu.

Geplante weitere Sperrungen

Die nächsten Sperrungen lassen sich jedoch bereits ankündigen. Vom 9. bis 23. September 2026 steht erneut die Bahn 15/33 auf dem Plan, auch hier mit Starts und Landungen über Niendorf und Langenhorn. Die Anwohner müssen sich demnach auch in der Zukunft auf zusätzliche Lärmstörungen einstellen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Abwägung zwischen den notwendigen Arbeiten zur Sicherheit des Flugbetriebs und dem Wohlergehen der Anwohner eine dauerhafte Herausforderung für den Flughafen Hamburg bleibt. Das Abendblatt wird die Entwicklungen weiterhin beobachten und die Betroffenen auf dem Laufenden halten.