Ohlsdorf: U1-Sperrung ab 10. Juli – Ersatzbusse fahren 13 Wochen!
In Hamburg wird es in den kommenden Monaten etwas ruhiger auf den U-Bahn-Gleisen der Linie U1. Ab dem 10. Juli bis zum 14. Oktober wird zwischen den Haltestellen Fuhlsbüttel Nord und Lattenkamp eine großangelegte Baustelle eingerichtet. Der Grund: Eine umfassende Erneuerung des über 100 Jahre alten Bahnsteigs sowie der maroden U-Bahn-Brücke über die Alsterdorfer Straße. Dieses wichtige Projekt, das unter dem Namen „Ohlsdorf 2026“ bekannt ist, wird die U-Bahn Station zukunftssicher machen und auch den nötigen bahnsteiggleichen Umstieg zwischen U1 und der zukünftigen U5 an der Haltestelle Sengelmannstraße vorbereiten, wie Hochbahn.de berichtet.
Die Bauarbeiten verursachen betriebliche Einschränkungen und ab dem 10. Juli müssen die Fahrgäste der U1 mit einem Ersatzverkehr rechnen. Busse werden ohne Halt zwischen Langenhorn Markt und Lattenkamp fahren, während zusätzliche Busse die Haltestellen Fuhlsbüttel, Klein Borstel, Ohlsdorf, Sengelmannstraße und Alsterdorf bedienen. Mit einer Fahrzeitverlängerung von bis zu 20 Minuten müssen die Passagiere je nach Verkehrslage rechnen. Die S-Bahn-Verbindungen in Ohlsdorf bleiben hingegen unberührt, sodass die Anbindung an den Hamburg Airport weiterhin gesichert ist, so NDR.de.
Historie der U1 Haltestelle Ohlsdorf
Die Geschichte der U1-Haltestelle Ohlsdorf ist reich und reicht bis in die Anfänge des U-Bahn-Baus in Hamburg zurück. Der erste Bahnsteig wurde zwischen 1912 und 1914 errichtet. Ein zweiter Bahnsteig für Fahrten Richtung Ochsenzoll folgte 1916/17. 1937 kam es zu einer wichtigen Umstrukturierung, als die mittleren Gleise entfernt und die Bahnsteige zusammengeführt wurden. In den Jahren von 1953 bis 1955 wurde die Haltestelle grundlegend umgestaltet mit einer neuen Schalterhalle und einem westlichen Ausgang zur Straße Im Grünen Grunde. In den 1970er-Jahren erhielt der Bahnsteig eine Verlängerung sowie neue Schalterhalle und Rolltreppen. Die letzte große Modernisierung fand 2001 statt, bei der der Haltestellenbereich umfassend saniert wurde, inklusive der Installation barrierefreier Rampen und eines Aufzugs, wie auf Hochbahn.de nachzulesen ist.
Bau zum ZOB
Die Hamburger Hochbahn ist nicht erst seit den aktuellen Bauarbeiten an Ohlsdorf aktiv. Seit eineinhalb Jahren wird am neuen ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) gearbeitet, mit Kosten von etwa 24 Millionen Euro. Ein weiterer Bauabschnitt ist für nächstes Jahr zwischen Barmbek und Wandsbek-Gartenstadt geplant. Die erste U-Bahnlinie in Hamburg wurde im Jahr 1912 eingeweiht und diente ursprünglich als Ringlinie. Die Renovierungsarbeiten in Ohlsdorf sind Teil eines größeren Planes, die Erreichbarkeit und den Komfort für alle Fahrgäste zu verbessern und die U-Bahn für zukünftige Generationen fit zu machen.
Wer mehr über die aktuellen Entwicklungen und Details der Baumaßnahmen erfahren möchte, findet auf der Webseite hvv.de/ohlsdorf hilfreiche Informationen.
