Der ARD Nachrichtentag 2026 steht vor der Tür! Am 19. März werden in mehreren norddeutschen Städten, darunter Hamburg, Kiel, Hannover und Schwerin, Workshops für Lehrkräfte veranstaltet. Der NDR hat mit diesen Angeboten ein wichtiges Ziel vor Augen: die Unterstützung von Lehrkräften im Umgang mit digitalen Medien und der Verbreitung von Desinformation. „Bildung ist der Schlüssel zur Entfaltung kritischer Medienkompetenz“, meint der NDR und zeigt damit, wie ernst es der Sender mit diesem Thema nimmt.

In Hannover liegt der Schwerpunkt auf Quellenkritik und Recherchekompetenz insbesondere gegen die allgegenwärtigen Fake News. Hier werden den Teilnehmenden Materialien und Methoden für die Mittel- und Oberstufe vorgestellt, die sie in ihrem Unterricht umsetzen können. Auch Best-practice-Beispiele aus den Redaktionen des NDR sollen den Lehrkräften Inspiration bieten.

Workshops in Hamburg und Kiel

In Hamburg stehen am Nachmittag gleich vier unterschiedliche Workshops auf dem Programm. Die Trainer:innen thematisieren die Herausforderungen bei der Berichterstattung, den Zeitdruck in der Nachrichtenredaktion sowie die Rolle von Künstlicher Intelligenz im Journalismus. Beim Austausch mit Journalistinnen können die Teilnehmenden tiefer in die Materie eintauchen.

Das Angebot in Kiel bietet einen spannenden Einblick in den Alltag einer Nachrichtenredaktion. Hier diskutieren die Lehrkräfte über das Thema Fake News, lernen, was solide Nachrichten ausmacht, und erfahren, wie Informationsbeschaffung in der modernen Medienlandschaft erfolgt. Eine Besichtigung des Funkhauses und die Teilnahme an einer Livesendung stehen ebenfalls auf dem Programm, wobei dieser Workshop bereits ausgebucht ist.

Ein Blick nach Schwerin

In Schwerin haben sich bereits 40 Lehrkräfte angemeldet, um das Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern zu besuchen. Ziel ist hier der Austausch mit Pädagogen jenseits der Schulmauern, um gemeinsam über die Herausforderungen der heutigen Informationsgesellschaft zu diskutieren. Auch dieser Workshop ist mittlerweile ausgebucht.

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Die Notwendigkeit solcher Workshops wird auch durch aktuelle Umfragen deutlich. Laut einer Studie führen die Verbreitung von Fake News und Deepfakes zu einem gesunkenen Vertrauen in die Medien. 70,6 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in den letzten Jahren weniger Vertrauen in Nachrichtenquellen haben. Diese Unsicherheiten betreffen nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Bildungseinrichtungen, die oft das Fundament für kritisches Denken und Medienkompetenz bilden.

Kritische Medienkompetenz als Schlüssel

Der Umgang mit Fehlinformationen ist eine Herausforderung, die von den Lehrern bewältigt werden muss. Kritische Medienkompetenz ist hierbei essenziell und umfasst Aspekte wie Medienkritik, Medienkunde und Mediennutzung. Medienkritik hilft den Nutzenden, die Qualität von Informationen zu bewerten und die zahlreichen Online-Inhalte zu hinterfragen. Vor allem seit der US-Wahl 2016 und der steigenden Popularität des „Mitmach-Internets“ sind diese Fähigkeiten gefragter denn je geworden.

Über 89,9 Prozent der Umfrageteilnehmer empfinden Fake News als ernsthafte Bedrohung für Demokratie und Freiheit. Um dem entgegenzuwirken, fordern viele einen aktiven Umgang mit Informationen und Verantwortlichkeit von sozialen Plattformen sowie politischen Akteuren. Das Kennzeichnen von potenziellen Fake News und eine gesetzliche Verpflichtung zur Transparenz von KI-generierten Inhalten sind hierbei Schlagworte, die die Diskussion prägen.

Das Engagement des NDR und der weiteren Veranstalter in Hamburg, Kiel, Hannover und Schwerin ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der Fokus auf die Bildung der Lehrkräfte in Bezug auf digitale Medien und die Förderung einer kritischen Medienkompetenz könnte dazu beitragen, das Vertrauen in die Medien wiederherzustellen und neue Generationen resilienter gegenüber Fehlinformationen zu machen.