Das Bezirksamt Eimsbüttel hat einen wichtigen Schritt zur Neubesetzung der Schlüsselposition im Bereich Wirtschaft, Bau und Umwelt abgeschlossen. Ab dem 1. Mai 2026 übernimmt Jan Philipp Stephan die Rolle des Baudezernenten. Der 49-Jährige folgt auf Johannes Gerdelmann, der in den Ruhestand geht.
Stephan bringt eine breite Erfahrung in der Stadtplanung mit. Nach seinem Studium in Kassel und Valencia war er im Zentrum für Umweltsystemforschung aktiv, bevor er 2007 in die Bebauungsplanung des Bezirksamtes Eimsbüttel wechselte. Derzeit leitet er das Amt für Stadt- und Landschaftsplanung und agiert als Stellvertreter des Baudezernenten.
Fokus auf Klimaschutz und Stadtentwicklung
Ein zentrales Anliegen von Jan Philipp Stephan wird die Integration von Klimaschutzmaßnahmen in die Stadtplanung sein. Er hat bereits die Entwicklung des Projekts „Klimafreundliches Lokstedt“ vorangetrieben, wodurch Eimsbüttel als Vorreiter im Klimaschutz gilt. Dies ist umso wichtiger, da rund 11.000 deutsche Kommunen eine zentrale Rolle beim Erreichen der nationalen Klimaschutzziele spielen. Schließlich bietet der neu aktualisierte Praxisleitfaden „Klimaschutz in Kommunen“ nützliche Unterstützung für kommunale Klimaschutzmaßnahmen und ist für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.
Laut Difu soll dieser Leitfaden ein umfassendes Know-how zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bereitstellen. Gemeinsam mit einem neuen, digital optimierten Angebot können Kommunen Inspiration und praktische Anregungen zur Reduktion von CO2-Emissionen erhalten.
Eimsbütteler Herzensprojekte
Unter den zahlreichen Projekten, die Stephan geleitet hat, stechen Initiativen wie „Eimsbüttel 2040“, die Entwicklung des Nachwuchsleistungszentrums des FC St. Pauli und die zentrale Planung der Großprojekte U5 und Bornplatzsynagoge heraus. Seine Vision für Eimsbüttel soll die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger steigern und nachhaltige Entwicklung fördern.
Christian Zierau, der Bezirksamtsleiter Eimsbüttel, hebt Stephan als einen anerkannten Fachmann mit einem starken Netzwerk hervor. „Er hat ein gutes Händchen für interdisziplinäres Arbeiten und fördert die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg“, schätzt Zierau. Stephan selbst betont die Wichtigkeit einer lernenden Bauverwaltung, die die fortschreitende Digitalisierung effektiv nutzt.
Ein Blick auf das Privatleben
Abseits seiner beruflichen Engagements ist Jan Philipp Stephan auch als Familienvater von zwei Kindern aktiv. Seine Freizeit verbringt er gerne mit Musik und nimmt oft das Fahrrad, um die charmanten Ecken Hamburgs, darunter das Niendorfer Gehege und den Rahwegteich, zu erkunden. Diese persönlichen Eindrücke und mehr gibt es im Podcast „Die Bürokraten“ des Bezirksamtes Eimsbüttel zu hören.
Mit der kommenden Ernennung von Stephan steht Eimsbüttel eine spannende Phase bevor. Hält er sein Versprechen, die Stadt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch und sozial voranzubringen, könnte das Bezirksamt unter seiner Ägide zu einem Modell für zukünftige Stadtplanung avancieren.