„No Body“: Theaterstück über Rassismus und Solidarität in Hamburg!
In Hamburg steht ab dem 24. Mai 2026 ein besonderes Theaterstück auf dem Programm, das aktuell hoch im Kurs ist. „No Body“, inszeniert von der talentierten Mable Preach, thematisiert Alltagsrassismus und wählt die Form eines Gerichtsprozesses, der mit frischen Pop-Elementen und Comic-Referenzen angereichert ist. Die Hauptfigur, Lilian, eine Schwarze Studentin, sieht sich einer Anklage gegenüber: Sie soll eine nicht angemeldete Versammlung organisiert haben, um gegen einen rassistischen Vorfall an ihrer Universität zu protestieren. Diese grundlegende Dramaturgie beleuchtet die Herausforderungen, mit denen die Protagonistin in ihrem Leben konfrontiert ist, und lädt das Publikum dazu ein, über Isolation und Solidarität nachzudenken. Wie der NDR berichtet, erzählt Lilian von ihren persönlichen Erfahrungen mit Rassismus in verschiedenen Lebensbereichen und erhält durch das Stück eine dringend benötigte Stimme und Sichtbarkeit.
Das Bühnenbild, das comicartige Hochhaus-Schluchten zeigt, unterstützt die dynamische Erzählweise des Stücks, die sich in kurzen Erzählsplittern entfaltet. Das Ensemble, bestehend aus Jedidah-Isabel Annor als Lilian, Sinan Güleç, Gloria Odosi und Toini Ruhnke, bringt die Geschichte lebendig zum Leben. Mitreißende Musik und Tanz verleihen der Inszenierung zusätzliche Energie, sodass die Zuschauer noch lange nach der Vorstellung ins Nachdenken kommen. Die Aufführungen finden in der Thalia Gaußstraße statt und sind sowohl für ein breites Publikum als auch für spezielle Zielgruppen konzipiert, was die Antirassismus-Botschaft unterstreicht.
Hintergrund und Entstehung
Die Regisseurin Mable Preach bringt nicht nur frische Perspektiven auf die Bühne, sondern schöpft auch aus ihrer eigenen Lebensrealität. Ihre Flucht aus Ghana und die Herausforderungen, die sie als junge Schwarze Frau in Deutschland erlebte, wurden bereits in ihrem vorherigen Werk „Opera of Hope“ behandelt, das im Januar 2026 auf Kampnagel Premiere hatte. Dieses Stück ist der zweite Teil einer Trilogie, die von der Behörde für Kultur und Medien gefördert wird. Preach hat es sich zur Aufgabe gemacht, Geschichten von Menschen zu erzählen, die oft ignoriert werden, und sie möchte ein vielfältiges Publikum ansprechen und empowern, wie die taz berichtet.
Die Entwicklung von „No Body“ ist eine Fortsetzung ihres Engagements, rassistischen Strukturen entgegenzuwirken. In ihrem zukünftigen Projekt „K(no)w Black Heroes“, das im Oktober gezeigt werden soll, wird sie sich mit Schwarzen Erfinder*innen beschäftigen, deren Beiträge zur Geschichtsschreibung häufig übersehen werden. Ziel ist es, auch ein theaterferneres Publikum zu erreichen und alle Menschen zur Teilnahme an diesen wichtigen Themen zu ermutigen.
Praktische Informationen
Die Aufführungsdaten für „No Body“ sind wie folgt:
- 24. Mai 2026
- 1. Juni 2026
- 6. Juni 2026
- 29. Juni 2026
Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19:00 Uhr in der Thalia Gaußstraße. Tickets sind bereits ab 28 Euro erhältlich, ermäßigt gibt es sie schon ab 11 Euro.
Kulturell hat Hamburg viel zu bieten, und mit „No Body“ setzt die Stadt ein weiteres Zeichen gegen Rassismus und für mehr Sichtbarkeit. Wer sich für gesellschaftliche Themen und bewegende Geschichten interessiert, darf sich dieses Stück keinesfalls entgehen lassen!
