Heute ist der 12.02.2026 und der Luftverkehr in Hamburg ist stark eingeschränkt. Die Lufthansa hat aufgrund eines Streiks, zu dem die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) aufgerufen haben, in Hamburg und Hannover zahlreiche Flüge gestrichen. Rund 4.800 Piloten und 20.000 Kabinenmitarbeiter sind zum Streik aufgerufen, was zu einer massiven Störung des Flugbetriebs führt. In Hamburg wurden 20 Flüge nach München und Frankfurt gestrichen, wobei nur jeweils ein Flug nach diesen Städten planmäßig stattfinden soll.

In Hannover sieht es ähnlich aus: Hier fallen vier Flüge nach Frankfurt und zwei nach München aus, während auch hier zwei Flüge nach München und ein Flug nach Frankfurt stattfinden sollen. Die Lufthansa hat keine genauen Zahlen zu den ausgefallenen Flügen genannt, jedoch wurde von „umfangreichen“ Flugausfällen gesprochen. Besonders betroffen sind die Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und Berlin. Die Airline hat angekündigt, dass alle Starts ab Deutschland grundsätzlich bestreikt werden. Glücklicherweise sind die Flüge der Lufthansa-Töchter Eurowings und Discover nicht betroffen, was für einige Passagiere eine nützliche Alternative darstellt.

Hintergründe des Streiks

Die Gründe für den Streik sind vielfältig. Die Vereinigung Cockpit fordert höhere Übergangs- und Betriebsrenten für die betroffenen Mitarbeiter, während UFO verbindliche Tarifverträge und einen Sozialplan für die Mitarbeitenden bei Lufthansa und deren Regionaltochter Cityline einfordert. Dies ist besonders relevant, da ca. 800 Jobs bei Cityline bedroht sind. Die Lufthansa kritisiert den Streikaufruf als unnötige Eskalation und bezeichnet die finanziellen Forderungen als übertrieben, was die Verhandlungen zwischen den Parteien zusätzlich belastet.

Die Passagiere werden gebeten, sich direkt an Lufthansa zu wenden, da die Airline automatisch über die betroffenen Flüge informiert. Für die Kunden gibt es verschiedene Alternativen: Innerdeutsche Tickets können in Bahnfahrkarten umgewandelt werden, und Umbuchungen auf nicht bestreikte Verbindungen sind ebenfalls möglich. Sollte ein Flug gestrichen werden, haben Passagiere das Recht auf Entschädigungen zwischen 250 Euro und 600 Euro. Zudem müssen Airlines schnellstmöglich Alternativen organisieren und den Passagieren kostenfreie Verpflegung sowie zwei kostenlose Telefonate am Flughafen anbieten. Bei längeren Wartezeiten sind die Airlines verpflichtet, auch Hotelkosten zu übernehmen.

Die Situation bei Lufthansa

Der Tarifkonflikt bei Lufthansa zieht sich bereits über einen längeren Zeitraum hin. Die Airline verhandelt seit langem mit der Vereinigung Cockpit über die Konditionen für die Piloten. Währenddessen vertritt UFO das Kabinenpersonal, und die Gewerkschaft Verdi kümmert sich um das Bodenpersonal, was zu einem Wettbewerb zwischen den Gewerkschaften führt. Die Lufthansa steht unter Druck, ihre Tarifkonditionen anzupassen, um im Vergleich zu anderen Airlines wettbewerbsfähig zu bleiben. Zudem plant die Airline, die Lufthansa Cityline einzustellen, um effizienter zu werden, was die Unsicherheit für die Mitarbeiter noch erhöht.

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In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen ist es klar, dass die Fluggäste auch in Zukunft häufig von Streiks betroffen sein werden, solange die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Airline nicht zu einer Einigung führen. Die anhaltenden Spannungen und die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen werden die Situation in der Luftfahrtbranche wohl noch länger begleiten.

Für weitere Informationen über den Streik und dessen Auswirkungen können Sie die Berichterstattung auf NDR, Tagesschau sowie BR verfolgen.