Die Vorfreude in Marienthal ist spürbar, denn am Donnerstag, den 25. Juni 2026, wird die talentierte Anja Kampmann ihre Lesung im Hofcafé Heinzelmännchen abhalten. Um 18 Uhr geht’s los und es verspricht, ein ganz besonderer Abend zu werden. Im Rahmen der Westerwälder Literaturtage stellt sie ihren neuen Roman „Die Wut ist ein heller Stern“ vor, der für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 nominiert ist. Ein Grund mehr, sich auf diese Veranstaltung zu freuen!

Der Roman spielt in Hamburg der 1930er Jahre und beleuchtet das Leben der Protagonistin Hedda, einer Artistin im „Alkazar“ auf der Reeperbahn. Es geht um Aufbruch und Glamour, aber auch um die politischen Bedrohungen, die damals in der Luft lagen. Hedda und ihr Bruder Pauli suchen verzweifelt nach Sicherheit in einer Zeit, die für Künstlerinnen von Unsicherheit geprägt ist. Heddas Bruder Jaan hat sich auf einem Walfänger angeheuert und steuert bis in die Antarktis, was die Geschichte noch spannender macht.

Ein literarisches Erlebnis

Kampmanns Werk hat in der literarischen Welt bereits für Aufsehen gesorgt und wird von Kritikerinnen und Kritikern durchweg positiv bewertet. Martina Läubli von der NZZ am Sonntag beschreibt die Erzählweise als „sinnlich mit feinem Gespür für Räume und Atmosphären“. Diese Worte wecken die Neugier, denn die Atmosphäre spielt in diesem Roman eine zentrale Rolle. Auch Stefan Grund von der Welt hebt die Sogwirkung der Erzählstimme hervor. Man soll Schwierigkeiten haben, das Buch für Pausen aus der Hand zu legen – klingt nach einer fesselnden Lektüre!

Die Atmosphäre des Romans wird als zwischen Sehnsucht nach Künstlerbohème und erstickenden gesellschaftlichen Verhältnissen beschrieben. Holger Heimann von NDR Kultur spricht von einem bewussten Umgang mit Sprache, der nicht nur durch den Plot, sondern auch durch eindrückliche Momentaufnahmen geprägt ist. Das macht das ganze Werk zu einem Mahn- und Denkmal für ein Proletariat, das sich gegen den Faschismus positioniert, wie Carsten Otte vom SWR Kultur anmerkt. Die Darstellung des nationalsozialistischen Umbaus der Gesellschaft und die filmischen Bilder, die durch die Sprache entstehen, sind weitere Aspekte, die Paul Jandl von der Neuen Zürcher Zeitung lobt.

Details zur Veranstaltung

Die Lesung wird von Michael Au, dem Literatur- und Theaterreferenten des Landes Rheinland-Pfalz, moderiert. Die Ticketpreise liegen bei 25 Euro, was inklusive Fingerfood ist – eine kleine Stärkung für die Gedanken! Allerdings sind nur noch wenige Plätze verfügbar und eine Abendkasse wird es nicht geben. Also, wer sich das nicht entgehen lassen möchte, sollte schnell sein und sich die Karten sichern. Diese sind erhältlich in den Vorverkaufsstellen von Ticket-Regional und ww-Events oder online über ticket-regional.de (es können Gebühren anfallen). Für eine gebührenfreie Karte auf Rechnung kann man sich direkt an die Programmleiterin wenden (Telefon: 02742 1874, E-Mail: buchladenwissen@web.de).

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Wenn ihr also in der Nähe seid und Lust auf einen Abend voller Literatur und tiefgründiger Themen habt, dann schaut unbedingt vorbei. Anja Kampmann ist nicht nur eine talentierte Autorin, sie bringt auch Geschichten zum Leben, die uns zum Nachdenken anregen – ganz gleich, ob man sich für die 1930er Jahre interessiert oder einfach nur gute Literatur schätzt. Und wer weiß, vielleicht trifft man beim Fingerfood ja auch auf Gleichgesinnte!