Kein Fanfest auf dem Heiligengeistfeld: WM 2026 schlägt ein!
Das geplante Fanfest auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird nicht stattfinden. Veranstalter Uwe Bergmann kündigte die Absage heute, am 4. März 2026, an und hinterlässt damit eine große Fan-Community enttäuscht. In den vergangenen Jahren erlebten bis zu 50.000 Fußballbegeisterte dort die Spiele, doch heuer stehen die Zeichen auf Sturm.
Die Gründe für die Absage sind vielschichtig. Die Kosten für die Veranstaltung sind in die Höhe geschnellt. Nicht nur die Nutzung des Heiligengeistfeldes, sondern auch Sicherheitsmaßnahmen und technische Anforderungen sind teurer geworden als ursprünglich geplant. Laut Bergmann reichen die Einnahmen durch den Verkauf von Getränken nicht mehr aus, um die enormen Kosten zu decken. Um eine Durchführung des Fanfests zu ermöglichen, wären mindestens 400.000 Euro von einem Sponsor nötig gewesen – ein Ziel, das leider nicht erreicht wurde. In der Vergangenheit floss zudem öffentliches Geld, als Hamburg Gastgeberstadt war, was die Situation noch verschärft hat. Ein zu erwartendes Budget von etwa 1,3 Millionen Euro wäre nötig gewesen, um das Event in voller Pracht umzusetzen, was nun ein unerfüllbarer Traum bleibt.
Logistische Herausforderungen und Sponsorenmangel
Ein weiteres Hindernis stellt der Zeitplan der WM 2026 dar. Die Meisterschaft, die 48 Mannschaften umfasst und sich über fünf Wochen erstreckt, bringt organisatorische Schwierigkeiten mit sich. Besonders die Finalphase kollidiert mit den Aufbauarbeiten für den Sommerdom, der traditionell auf dem Heiligengeistfeld stattfindet. Zudem gestaltet sich die Zeitverschiebung mit Nordamerika, wo viele Spiele spät in der Nacht oder sogar am frühen Morgen angestoßen werden, als besonders ungünstig, was auch Lärmschutzprobleme für Anwohner zur Folge haben könnte.
Trotz der Absage gibt es einige Hoffnungsschimmer. Bergmann äußerte sich traurig über die Situation, blickt jedoch optimistisch auf die Europameisterschaft 2028, bei der er hofft, wieder ein Fanfest ausrichten zu können. Alternativstandorte wie der Marie-Jonas-Platz in Eppendorf und der Chicagokai wurden zwar geprüft, scheiterten jedoch an Machbarkeitsproblemen, unter anderem wegen der unfreundlichen Anstoßzeiten.
Wo die WM dennoch gefeiert werden kann
Die Fußballfans müssen jedoch nicht ganz auf das WM-Feeling verzichten. Viele Gastronomiebetriebe werden Public Viewing anbieten. Ein beliebter Standort wird das Landhaus Walter im Stadtpark sein, wo Fans die Spiele in geselliger Atmosphäre verfolgen können. Trotz der Enttäuschung über das Fanfest bleibt die Freude auf die Spiele und die Möglichkeit, sie in einer Gemeinschaft zu erleben.
Schlussendlich müssen die Fans ihre Leidenschaft woanders ausleben, während das Heiligengeistfeld in diesem Sommer still bleibt – ein trauriger Abschied nach 20 Jahren voller Fußballfeeling auf dem zentralen Platz der Stadt.
NDR berichtet, dass … T-Online hebt hervor, dass … und MOPO ergänzt, dass …
