Kein Fanfest auf dem Heiligengeistfeld während der WM 2026 in Hamburg
Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird in Hamburg durch eine unerwartete Nachricht getrübt. Der Veranstalter Uwe Bergmann hat bekannt gegeben, dass es während des Turniers kein Fanfest auf dem Heiligengeistfeld geben wird. Diese Entscheidung trifft die Fans hart, denn in der Vergangenheit verfolgten hier bis zu 50.000 Menschen die Spiele gemeinsam. Die Absage ist auf eine Kombination aus gestiegenen Kosten und organisatorischen Schwierigkeiten zurückzuführen.
Die finanziellen Hürden sind erheblich: Für die Durchführung des Fanfests wären mindestens 400.000 Euro von einem Sponsor nötig gewesen, während die Gesamtkosten für ein vollständiges Event bei etwa 1,3 Millionen Euro liegen. Die aktuellen Kosten für die Nutzung des Heiligengeistfeldes, Sicherheitsmaßnahmen und Technik sind deutlich angestiegen, und die Einnahmen aus dem Verkauf von Getränken reichen nicht aus, um diese zu decken. Versuche, zusätzliche Sponsoren zu gewinnen, waren erfolglos, was die Situation weiter verschärft.
Ein ungünstiger Zeitpunkt
Ein weiterer Faktor, der zur Absage des Fanfests beiträgt, ist die zeitliche Kollision mit dem Aufbau für den Sommerdom. Die WM 2026, die 48 Mannschaften umfasst und fünf Wochen dauert, beginnt aufgrund der Austragung in den USA, Mexiko und Kanada zu späteren Zeiten. Das führt zu ungünstigen Anstoßzeiten, bei denen viele Spiele spät in der Nacht oder am frühen Morgen stattfinden. Dies könnte nicht nur die Zuschauerzahlen in der Finalwoche reduzieren, sondern auch Lärmschutzprobleme für Anwohner mit sich bringen.
In diesem Sommer findet nach 20 Jahren kein Fanfest auf dem Heiligengeistfeld statt, was Bergmann traurig stimmt. Die FIFA hat das Turnier um eine Woche verlängert, was außerdem bedeutet, dass das Finale nicht auf dem Heiligengeistfeld gezeigt werden kann. Obwohl alternative Standorte wie der Marie-Jonas-Platz in Eppendorf oder der Chicagokai geprüft wurden, erweisen sie sich als ungeeignet, da die Zeitverschiebung zu unattraktiven Spielzeiten führt.
Ein kleiner Lichtblick
Trotz der Absage des Fanfests gibt es Hoffnung auf ein Comeback bei der Europameisterschaft 2028. Bergmann äußerte den Wunsch, dass die Veranstaltung in zwei Jahren wieder stattfinden kann. Während die Fans auf diese Gelegenheit warten, wird Public Viewing dennoch in vielen Gastronomiebetrieben möglich sein, wie beispielsweise im Landhaus Walter im Stadtpark.
Die Entscheidung, kein Fanfest auf dem Heiligengeistfeld zu veranstalten, ist bedauerlich, aber nicht unerwartet. Die Herausforderungen sind vielfältig, und die Hoffnung bleibt, dass die nächsten großen Fußballereignisse Hamburg wieder in den Mittelpunkt des Geschehens rücken werden. Für weitere Informationen zu dieser Thematik können Sie die vollständigen Berichterstattungen auf den Seiten des NDR, T-Online und MOPO nachlesen.
