In der Nacht auf Mittwoch, gegen 0:30 Uhr, verschwand die 16-jährige Marwa-Linda Adghir aus ihrer Wohnung in der Straße Am Wall in Harburg, Hamburg. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Die Polizei hat bereits bei ihrer Suche umfassende Maßnahmen ergriffen, jedoch blieb bisher alles ohne Erfolg. Es ist ein beunruhigendes Gefühl, wenn ein junger Mensch plötzlich verschwindet. Die Behörden haben die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten, denn sie schließen eine Gefahr für die Jugendliche nicht aus.

Marwa-Linda wird als eine junge Frau beschrieben, die scheinbar zwischen 15 und 17 Jahren alt ist. Sie hat eine schlanke Statur, ist etwa 1,60 Meter groß und hat schwarze, glatte, schulterlange Haare. Zuletzt sah man sie in einer schwarzen, kurzen Felljacke und einer braun-karierter Hose. Es ist unvorstellbar, was ihre Familie und Freunde gerade durchmachen müssen. Falls jemand etwas über ihren Verbleib weiß, kann er dies direkt an das Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter 040/4286-56789 melden oder sich an die nächste Polizeidienststelle wenden. Bei Sichtung von Marwa-Linda sollte umgehend der Notruf 110 gewählt werden.

Hilfsangebote in Krisensituationen

Für Menschen in Krisensituationen gibt es zahlreiche anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222. Hier können Betroffene auch Gespräche via Chat führen, was sich als sehr hilfreich erweisen kann. Die Website telefonseelsorge.de bietet weitere Informationen und Unterstützung.

Für Kinder und Jugendliche gibt es das Kinder- und Jugendtelefon des Vereins „Nummer gegen Kummer“, das montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333 zu erreichen ist. Samstags beraten dort sogar Jugendliche andere Jugendliche. Eine weitere Option ist das Muslimische Seelsorge-Telefon (MuTeS), das 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 erreichbar ist. Ein Teil der Mitarbeiter spricht auch Türkisch, was die Erreichbarkeit für viele Menschen erhöht. Informationen dazu findet man auf der Website mutes.de. Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention hat ebenfalls eine Übersicht über sämtliche telefonischen, regionalen, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland zusammengestellt, die auf suizidprophylaxe.de abgerufen werden kann.

Einblick in die Problematik vermisster Kinder

In Deutschland werden jährlich zehntausende Kinder und Jugendliche vermisst. 2025 wurden allein rund 108.900 Vermisstenfälle gemeldet. Die Erleichterung kommt oft schnell, denn fast 98 Prozent der vermissten Personen kehren wohlbehalten zurück. Doch es gibt auch tragische Ausnahmen. Einige Kinder und Jugendliche bleiben für immer spurlos verschwunden, was nicht nur die Familien, sondern auch die gesamte Gesellschaft betroffen macht.

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Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, wurde der Tag der vermissten Kinder 1983 ins Leben gerufen. Jedes Jahr am 25. Mai wird international darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, den Blick auf verschwundene Kinder und Jugendliche zu richten. Das Bundeskriminalamt startet anlässlich dieses Tages die Kampagne „Spurlos Verschwunden“, die helfen soll, das Bewusstsein für vermisste Kinder zu schärfen und betroffenen Familien Unterstützung zu bieten. Es ist unerlässlich, dass wir alle wachsam sind und gemeinsam Verantwortung übernehmen.