Hamburg versinkt im Bauchaos: Berlinertordammbrücke abgerissen!
Im Hamburger Osten wird der Verkehr für einige Zeit zum Geduldsspiel. Die Erneuerung der Berlinertordammbrücke hat begonnen und sorgt für umfassende Baustellenmaßnahmen. Ab heute, dem 7. März 2026, ist der nördliche Brückenteil nicht mehr befahrbar, und das gleich für mehrere Wochenenden. Ab Donnerstagabend, dem 5. März, bis Montagmorgen, den 9. März, wird die Bürgerweide und die Brücke selbst komplett gesperrt. Autofahrende und Bahn-Fahrgäste müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen, während unter anderem vier Raupenbagger einsatzbereit sind, um die alte Brücke abzureißen. NDR berichtet, dass für Umfahrungen die Eiffestraße/B5 und die Sechslingspforte/An der Alster empfohlen werden. Für Fußgänger und Radfahrer sind die Umleitungen entsprechend ausgeschildert.
Aber das ist erst der Anfang. In den nächsten Wochen werden weitere Vollsperrungen notwendig sein. Geplant sind größere Maßnahmen, um schweres Baugerät, wie einen 1.200 Tonnen Mobilkran, einzusetzen. Die nächsten Sperrungen erfolgen über die Wochenenden zwischen dem 20. und 23. sowie dem 28. und 31. März. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Brücke, deren älteste Teile über 100 Jahre alt und stark verrostet sind, teilweise abzureißen und bis Ende 2027 neu zu gestalten. Hamburg.de verweist darauf, dass die komplette Brücke neugestaltet und an die aktuellen Anforderungen angepasst wird. Eine Wiederherstellung der nördlichen und südlichen Treppenanlage sowie der Mittelinsel nach Beendigung der Arbeiten ist ebenso vorgesehen.
Vorbereitungen und Herausforderungen der Verkehrswende
Die Baustellenkoordination erfolgt eng mit der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende, um Überschneidungen mit anderen Sperrungen zu vermeiden. Die gesamte Verkehrsinfrastruktur in Hamburg wird mit dieser Erneuerung auf den neuesten Stand gebracht. So stehen nicht nur die Berlinertordammbrücke, sondern auch andere marode Brücken wie die Sternbrücke auf der Liste der Sanierungsprojekte. Zentral ist der Fokus auf die Verbesserung des Radwegenetzes und Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr. Entwicklungsstadt beschreibt, dass eines der Hauptziele darin besteht, den Individualverkehr zu reduzieren und die Lebensqualität in Hamburg zu steigern.
Die Baumaßnahmen sind Teil eines größeren Plans, der bis 2028 realisiert werden soll. Dazu gehört auch der Bau der neuen U-Bahn-Linie U5, die ab 2027 vollautomatisch fahren soll, sowie die Digitalisierung des S-Bahn-Netzes bis 2030. Damit werden nicht nur die Kapazitäten und die Pünktlichkeit der Verkehrsangebote verbessert, sondern auch die Voraussetzungen für eine moderne und nachhaltige Mobilität in Hamburg geschaffen.
Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) äußert sich positiv zu den Fortschritten und sieht große Chancen in der Neugestaltung der Brücke sowie den umfassenden Maßnahmen zur Verkehrsoptimierung. Doch während die Betonarbeiten und der Rückbau der alten Strukturen voranschreiten, ist Geduld angesagt – und das nicht nur für die Verkehrsteilnehmenden, sondern auch für die Anwohner:innen rund um die Baustelle. Es bleibt spannend, wie sich die Verkehrswende in Hamburg weiterentwickelt.
