Deutsche Rugby-Männer feiern EM-Sieg in Hamburg gegen schwaches Frankreich!
Am vergangenen Sonntag durften die Fans des deutschen Rugbys einen emotionalen Triumph erleben: Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft hat beim Heim-Turnier in Hamburg den Titel gewonnen. Mit einem klaren 26:7 gegen Frankreich feierten die Männer um Bundestrainer Pablo Feijóo ihren ersten großen Erfolg seit dem Gewinn der EM 2019. Doch dabei war die Ausgangsposition alles andere als ideal, denn das französische Team trat mit einer verletzungsbedingt geschwächten Mannschaft an, was der historischen Begegnung aber keinen Abbruch tat.
Um zum Finale zu gelangen, mussten die Deutschen auch einige Hürden überwinden. Im Halbfinale setzten sie sich mühelos mit 19:0 gegen Belgien durch, nachdem sie zuvor im Viertelfinale Großbritannien mit 26:12 aus dem Turnier geworfen hatten. In der Vorrunde fühlten sich die deutschen Spieler wie im Schlaraffenland, denn sie holten sich drei Siege, was die Grundlage für ihre erfolgreiche Kampagne bildete. Der Weg zum Titel war jedoch lang und kräftezehrend, insbesondere da mehrere Leistungsträger wie Niklas Koch, Tim Lichtenberg und Jakob Dipper verletzt fehlten.
Ein Blick auf die Frauen und die zukünftigen Herausforderungen
Während die Männer jubelten, schlossen die deutschen Frauen ihre Turnierteilnahme mit einem soliden fünften Platz ab. In einem spannenden Platzierungsspiel gewannen sie gegen Irland mit 19:5. Im Frauenfinale setzte sich Frankreich mit einem knappen 17:14 gegen Polen durch und sicherte sich den Titel.
Das nächste große Event für die Herren-Nationalmannschaft steht bereits vor der Tür: Vom 24. bis 26. Juli wird das zweite und finale Turnier der Europameisterschaft in Split, Kroatien, ausgetragen. Die Hoffnung auf den zweiten EM-Titel in der Geschichte ist groß, denn die Mannschaft hat bewiesen, dass sie trotz Verletzungsproblemen und personeller Herausforderungen stark performen kann.
Eine lange Tradition und die Entwicklung des Rugbys
Die Geschichte des Rugbys in Deutschland reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Rugby kam durch britische Militärangehörige und Studenten nach Deutschland und fand bald eine Anhängerschaft. So wurde die erste Rugbyabteilung 1891 in Heidelberg gegründet, und 1900 wurde der Deutsche Rugby-Fußball-Bund ins Leben gerufen. Allerdings hatte die deutsche Nationalmannschaft, die 1900 an den II. Olympischen Spielen in Paris teilnahm und den zweiten Platz belegte, seitdem einen steinigen Weg.
Auch wenn Rugby in Deutschland nie die Popularität des Fußballs erreichen konnte, hat sich eine treue Gemeinschaft gebildet, die Werte wie Fairness und Teamgeist schätzt. In Städten wie Heidelberg und Hannover wird das Spiel vor allem als Rugby Union (15 Spieler pro Team) ausgeübt, und die Vereinslandschaft ist durch eine wachsende Dichte gekennzeichnet. Rund 120 bis 130 aktive Rugby-Union-Vereine mit etwa 16.000 Mitgliedern zeigen, dass der Sport trotz aller Herausforderungen fest verwurzelt ist und ein zunehmend positives Bild abgibt.
In der internationalen Szene hat die deutsche Rugby-Nationalmannschaft einige Höhen und Tiefen durchlebt. Nach dem Aufstieg in die Rugby Europe Championship steht das erklärtes Ziel, sich endlich für eine Rugby-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Die Entwicklung im 7er-Rugby, das seit 2016 olympisch ist, bietet eine zusätzliche Chance für den deutschen Rugby-Sport.
Der Weg zur Meisterschaft führt über Teamarbeit, Einsatz und natürlich den unerschütterlichen Glauben an die eigenen Fähigkeiten. Mit dem Rückenwind des Sieges in Hamburg kann die deutsche 7er-Nationalmannschaft optimistisch und voller Energie in die kommenden Herausforderungen starten.
NDR berichtet, dass … Wikipedia liefert spannende Hintergrundinfos, während Trytime die Rahmenbedingungen des Rugbysports in Deutschland erläutert.
