Deutsche Mixed-Staffel bei Triathlon-WM nur Fünfter – Frankreich siegt!
Die Triathlon-Weltmeisterschaft in Hamburg brachte am vergangenen Wochenende aufregende Wettkämpfe, aber für die deutsche Mixed-Staffel fiel das Resultat eher dürftig aus: Mit einem fünften Platz verpassten die Athleten das minimal gesteckte Ziel eines Podestplatzes. Die französische Mannschaft schnappte sich den Titel mit einer Gesamtzeit von 1:18:37 Stunden und setzte sich damit 1:17 Minuten vor den Deutschen durch, die die Strecke mit einem unglücklichen Finish absolvierten, berichtet NDR.
Die Silbermedaille ging an Ungarn, die nur vier Sekunden nach Frankreich ins Ziel kamen, während Großbritannien sich mit nur 13 Sekunden Rückstand über Bronze freuen durfte, wie nn.de hinzufügt. Die Konkurrenz war stark, und das deutsche Team musste sich gegen ein schlagkräftiges Feld behaupten, das in den vergangenen Jahren immer wieder auf dem Podium stand.
Ein Rennverlauf mit Hindernissen
Die Herausforderungen begannen bereits vor dem Start: Henry Graf fiel kurzfristig wegen Achillessehnenproblemen aus, und so sprang Valentin Wernz ein. Er konnte anfangs die Führung für die deutsche Staffel übernehmen, jedoch nicht das hohe Tempo bis zum Wechsel zu Franka Rust halten. Diese hatte beim Schwimmen und Radfahren mit Schwierigkeiten zu kämpfen und verlor während der Strecke weiter an Boden. Tim Hellwig, der die letzte Etappe absolvierte, startete mit einem Rückstand von nahezu 40 Sekunden, was die Aufholjagd erschwerte.
Lisa Tertsch, die in der Einzelwertung glänzte und den zweiten Platz belegte, ließ es sich nicht nehmen, als Führende zu übergeben. Doch das gesamte Team war mit der Gesamtleistung unzufrieden und führt die Lücke, die zum Podium führte, auf taktische Fehler zurück. Bundestrainer Torben Hoffmeister äußerte sich optimistisch über den engagierten Einsatz der Athleten, stellte jedoch klar, dass eine entscheidende Lücke nicht geschlossen werden konnte.
Erfolge im Einzelwettkampf
Dennoch gab es Grund zur Freude: Lisa Tertsch und Henry Graf konnten bei den Einzelrennen am Samstag Erfolge feiern. Tertsch wurde im Sprintrennen der Frauen Zweite, während Graf beim Wettkampf der Männer in den Top Drei landete und erstmals auf dem Siegertreppchen bei einer WM in Hamburg stand. Diese Leistungen stimmen optimistisch für die Zukunft des deutschen Triathlons, wobei die nächste Triathlon-WM in Hamburg bereits für den Zeitraum vom 8. bis 12. September 2027 angesetzt ist.
In den Para-Triathlon-Wettbewerben stechen besonders die Erfolge von Neele Ludwig, die als Vierte ins Ziel kam, und Martin Schulz, der in der Startklasse PTS5 das Rennen für sich entschied, hervor. Anja Renner erkämpfte sich zudem den zweiten Platz bei den Athletinnen mit Seeeinschränkungen, was deutlich zeigt, dass auch im Bereich des Para-Triathlons viel Talent vorhanden ist.
Die Veranstaltung hatte zusätzlich Auswirkungen auf die Stadt, da zahlreiche Straßensperrungen in der Hamburger Innenstadt für Umleitungen sorgten. Die Polizei empfahl, die betroffenen Bereiche zu umfahren, damit die Zuschauer und Athleten problemlos zu den Wettkampfarenen kommen konnten. Tim Hellwig, der für tolle Stimmung sorgte, war dankbar, vor heimischem Publikum antreten zu dürfen und blickt hoffnungsvoll auf künftige Wettkämpfe.
