Am 23. Februar 2026 wurde im Harburger Rathaus der 13. Harburger Nachhaltigkeitspreis verliehen. Diese Veranstaltung, die von Jürgen Marek vom lokalen NachhaltigkeitsNetzwerk HARBURG21 eröffnet wurde, ehrte herausragende nachhaltige Aktivitäten im Bezirk Harburg. Insgesamt wurden vier Projekte ausgezeichnet, die Preise in Höhe von 5.000 Euro erhielten. Grußworte kamen von Bezirksamtsleiter Christian Carstensen und Jacqueliene Birkner, der Harburger Filialleiterin der Sparda-Bank Hamburg. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Band „Humm Bolt“ des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums unter der Leitung von Manuel Kock.

Die Preisträger sind ein eindrucksvolles Beispiel für das Engagement der Harburger Bürgerinnen und Bürger. Der erste Preis in Höhe von 2.000 Euro ging an IN VIA Hamburg e. V. für das Projekt „Kiezläufer:innen Harburg“. Seit 2014 engagieren sich die ehrenamtlichen Kiezläufer:innen für Deeskalation, Prävention und soziale Teilhabe, mit dem Ziel, das Verantwortungsbewusstsein im öffentlichen Raum zu stärken und das Miteinander zu verbessern. Der zweite Preis, 1.500 Euro, wurde an die Berufliche Schule Hamburg-Harburg (BS18) für das Projekt „Nachhaltigkeit hörbar machen – Lauschtour zu den 17 SDG“ vergeben. Hierbei handelt es sich um eine schulweite Lauschtour mit 17 QR-Code-Stationen, die von Schüler:innen produzierte Audioformate zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen bereitstellt.

Ausgezeichnete Projekte und deren Bedeutung

Die beiden dritten Preise, die jeweils mit 750 Euro dotiert sind, gingen an die Schule Rönneburg für das Projekt „Naturerlebnisfläche“ und die Technische Universität Hamburg (TUHH) für das Seminar „Ethische Entscheidungsfindung in der Ingenieur*innen-Karriere“. Die Schule Rönneburg hat einen versiegelten Schulhofbereich in eine naturnahe Erlebnisfläche mit Hochbeeten und Lebensräumen für Tiere umgestaltet, wobei Schüler:innen, Lehrkräfte, Eltern und die Nachbarschaft aktiv beteiligt wurden. Die TUHH sensibilisiert ihre Studierenden für ethische, gesellschaftliche und politische Fragestellungen im Ingenieurberuf, was aufgrund hoher Nachfrage strukturell gestärkt wurde.

Die Veranstaltung spiegelt das breite Spektrum nachhaltigen Engagements in Harburg wider, und zahlreiche Initiativen wurden eingereicht. Diese Vielfalt zeigt, wie wichtig nachhaltige Entwicklung für die Gemeinde ist und wie eng sie mit dem täglichen Leben der Bürger:innen verknüpft ist. Die Verleihung wurde vom Lokalen Nachhaltigkeitsnetzwerk HARBURG21 in Kooperation mit dem Bezirksamt und der Bezirksversammlung organisiert, und es ist bemerkenswert, dass bereits im Jahr 2024 der 12. Harburger Nachhaltigkeitspreis vergeben wird, mit einem Preisgeld von 5.000 Euro.

Nachhaltigkeit im urbanen Kontext

Der Harburger Nachhaltigkeitspreis ist Teil eines größeren Trends in Deutschland, wo nachhaltige Stadtentwicklung zunehmend an Bedeutung gewinnt. So wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden seit 2012 verliehen. In diesem Jahr erhielten Kiel, Buxtehude und Eltville am Rhein diese Auszeichnung, wobei jede Stadt eine Fördersumme von 30.000 Euro erhielt. Die ausgezeichneten Städte engagieren sich in Klimaschutz, sozialer Teilhabe und bürgerschaftlicher Beteiligung, wobei die Sustainable Development Goals (SDGs) als Kompass für das Nachhaltigkeitsengagement dienen.

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Kiel, die einzige deutsche Landeshauptstadt am Meer, hat den Klimanotstand ausgerufen und verfolgt mit ihrem „Masterplan 100 % Klimaschutz“ ehrgeizige Ziele. Buxtehude arbeitet partizipativ an der Strategie „Buxtehude 2030“, während Eltville am Rhein trotz angespannter Haushaltslage Projekte zur Bürgerbeteiligung und zum Klimaschutz umsetzt. Diese Beispiele zeigen, dass nachhaltige Entwicklung nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für lokale Gemeinschaften darstellt.

Insgesamt verdeutlicht die Verleihung des Harburger Nachhaltigkeitspreises, wie wichtig gemeinschaftliches Handeln für eine nachhaltige Zukunft ist. Projekte wie die „Kiezläufer:innen Harburg“ und die zahlreichen anderen Initiativen sind leuchtende Beispiele, die nicht nur als Vorbilder dienen, sondern auch eine breite Öffentlichkeit für die Notwendigkeit nachhaltiger Maßnahmen sensibilisieren. Weitere Informationen zur Preisverleihung finden Sie in dem Artikel auf Harburg Aktuell und über die Hintergründe des Preises auf HARBURG21.